Einwegfahrt vom Fleesensee nach Fürstenberg mit dem Hausboot erleben

10 Tage Hausboot-Urlaub mit der Europa 600 auf der Mecklenburgischen Seenplatte

 

Vom 5. – 15. Juni 2015 unternahmen wir, unsere Mannschaft bestand aus 4 Personen, nach gründlicher Tourenplanung daheim, eine Hausboot Reise, beginnend in der Marina Fürstenberg über Strasen, Waren, Plau am See, Lübz, Parchim und zurück über Granzow und Rheinsberg nach Fürstenberg.

Nach einer Einweisung, kurzer „Testfahrt“ mit der Europa 600 durch einen Mitarbeiter der Marina, dem verstauen unseres Proviant’s, den wir in nahe gelegenen Supermärkten gekauft hatten, und persönlicher Habseligkeiten stachen wir am Nachmittag des 5. Juni in See.

Die erste Etappe wollten wir etwas entspannt angehen und wählten als ersten Zielhafen die Marina in Strasen, welche sehr idyllisch liegt und uns ideal auf unsere Tour einstimmte.

Ich muss noch vorab sagen, dass man sofort nach dem ablegen in Fürstenberg in einen sehr entspannten Urlaubsmodus verfällt. HERRLICH!

Der zweite Tag war, von der Strecke her, recht sportlich. Nach einem Frühstück auf dem Sonnendeck, ging es gegen 10:00Uhr mit dem Hausboot zur Müritz Richtung Waren. Den Stadthafen Waren erreichten wir am späten Nachmittag. Aber wir sind nie in Hektik verfallen und die Reisegeschwindigkeit lag konstant bei ca. 8-11km/h lag.(Auf der Müritz lag der Hebel schon mal auf dem Tisch bei 12km/h.)

Der nächste Tag führte uns nach Plau am See. Das Ziel Plau am See erreichten wir gegen 14:00Uhr und hatten freie Platzwahl. Die Liegeplätze befinden sich unmittelbar am „See-Eingang“ und bis zur sehr schönen Innenstadt sind es ca. 700m Fußweg.

Die folgende Etappe führte uns mit einem kurzen Abstecher zum Wasserwanderplatz Kuppentin, dem sogenannten „Bermuda-Dreieck“, wo wir Mittagsrast einlegten, nach Parchim, wo wir gegen 19:00Uhr eintrafen und den letzten Liegeplatz ergatterten.

Parchim war unser Umkehrpunkt. Die Rücktour führte uns über Lübz wo wir unseren Abwassertank leeren ließen und Frischwasser tankten. In der Zeit nutzten wir die Zeit für einen Abstecher in die Stadt. Weiter ging zum „Bermuda-Dreieck“, wo wir den Tag am Grill ausklingen ließen.

Der folgende Tag führte uns mit einem Abstecher, über die Räucherei „Altschwerin“ (im Plauer See) wieder nach Waren, wo wir übernachteten. Die Müritz war am nächsten Tag bei Windstille und 25 Grad total glatt. Wir hatten an dem Tag leider hunderte ungebetener Gäste an Deck, die wie aus heiterem Himmel auftauchten. Eintagsfliegen, Mücken und anderes Getier war scheinbar zu faul bei dem Wetter selbst zu fliegen und belagerte unser Boot, so dass wir uns kaum bewegen konnten. Nachdem sich der Ansturm gelegt hatte, begann der Kehraus mit Besen und Handfeger. Nach einer halben Stunde war alles geschafft und insektenfrei. TOLL! Denkste! … Nach ein paar Minuten der Entspannung begann der ganze Zirkus von vorn und wir kapitulierten schließlich vor den erneuten Massen bis zur Ausfahrt aus der Müritz.

Ziel war heute Granzow im nördlichen Bereich des Mirower See, wo wir in einer sehr ruhig und idyllisch gelegenen Marina übernachteten. Aber zeitiges Kommen ist anzuraten, da die Marina recht klein ist.

Die vorletzte Etappe führte uns für 2 Tage nach Rheinsberg, wo wir in unmittelbarer Nähe zum Schloss Rheinsberg „ankerten“ und zwei Tage in der Marina blieben.

Letztendlich ging es dann zurück zur Marina Fürstenberg, wo wir den Tag langsam ausklingen ließen. Die Übergabe des Schiffes am nächsten Tag gegen 9:00Uhr verlief total reibungslos und schnell, so dass wir schon 10:00Uhr die Heimreise antreten konnten.

Zum Schluss eine kurze Zusammenfassung unseres wirklich tollen Hausboot-Trips:

  • Die Reisezeit im Juni ist ideal, da wir bis auf zwei Ausnahmen immer bei der ersten Schleusung durchkamen und der Verkehr auf den Kanälen sehr moderat war.
  • Die Übergabe des Schiffes am An- bzw. Abreisetag war sehr gut und unkompliziert.
  • Wir würden den Abschluss der „Flatrate“ empfehlen, auch im Hinblick der Streckenlänge und der Rückgabe des Schiffes.
  • Unsere Strecke betrug etwas über 300km und war recht ambitioniert, aber nicht stressig. Das nächste Mal kürzer, um Zeit für Sightseeing zu haben.
  • Empfehlenswert ist der Waldcampingplatz „Bermuda-Dreieck“. Idylle pur und kein Handyempfang!
  • Reservierungen die Liegeplätze sind eigentlich nicht nötig und auch nicht möglich. Bloß bei voraussichtlich spätem Eintreffen ist ein kurzer Anruf beim Hafenmeister empfehlenswert.
  • Die Europa 600 ist für 4 Personen (ein Paar und 2 Einzelpersonen) ideal. Bei 2 Paaren macht es bestimmt auch die Europa 400. Für 6 Personen stößt man platzmäßig, zum Beispiel bei der Größe der Tische leicht an Grenzen. Allerdings ist der Preissprung zur Europa 700 schon beträchtlich, aber bei „Geldüberfluss“ ratsam.
  • Verbesserungswürdig ist der Wind- bzw. Sonnenschutz auf dem Oberdeck. (Windschott am Steuerstand und fehlender Sonnenschutz über der Sitzgruppe (extra Sonnenschirm empfehlenswert)
  • Man sollte „Fernsehmuffel“ sein, da der Empfang von Fernsehprogrammen einem Glücksspiel gleichkommt. (Aber wer braucht schon Fernsehen bei der Natur!!!)
  • Eine Empfehlung zum Schluss! Wer eine Internet-Flat und 30€ übrig hat, sollte sich die App “KartenWerft NavGo“ downloaden. Die kostenlose App ist Voraussetzung zum kostenpflichtigen Download von Karten. Wir haben uns die Karte von unserem Gebiet für 30€ geladen und konnten zum Beispiel in Echtzeit unsere Position verfolgen und natürlich beliebig zoomen etc.

Fazit: Es wird bestimmt nicht unser letzter Urlaub mit „Ferien auf dem Wasser“ sein!

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