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27.02.2013

Friesische Seenplatte Reisebericht

Bootsferien mit der Pacific durch die friesische Seenplatte in Holland

Boot: Wolvenjacht Pacific, Jachtcharter Panorama
Hafen: ab/an Zwartsluis
Termin: 24.8. (Freitag 9 Uhr) bis 30.8. (Donnerstag 13 Uhr)
Crew: 4 Erwachsene und 4 Kinder (4 Jahre, 7 Jahre, 7 Jahre und 10 Jahre alt)

Donnerstag:

Ankunft in Zwartsluis gegen Mittag und Mittagessen im Restaurant (sehr zu empfehlen mit schöner Terrasse direkt am Wasser). Anschließend laufen wir durch das schöne Örtchen Zwartsluis mit Einkaufsmöglichkeiten (kleiner Supermarkt), Bäcker, Souvenirgeschäfte und kleine Boutiquen. Der Hafenmeister des Haupthafens Zwartsluis lädt uns auf sein kleines Ausflugsboot zu einer kurzen Hafenrundfahrt – die Kinder sind begeistert, denn auch Sie dürfen ans Steuer. Gegen 18 Uhr kommen wir zurück zum Hafen von Jachtcharter Panorama und beladen unsere „Pacific“. Das Boot ist sehr komfortabel mit 5 Kabinen und viel Platz Innen und Außen. Wir sind begeistert. Die Kinder wollen nicht schlafen gehen und Justins letzte Worte an diesem Abend waren „Ich liebe dieses Boot“.

Freitag: 1-ter Fahrtag

Nachdem wir ausgiebig gefrühstückt und die Einweisung ins Boot erhalten haben, beginnen wir unsere Fahrt mit der Pacific gegen 11 Uhr. In Richtung Nordwesten über Vollenhove, erreichen wir nach ca. 1,5 Stunden Blokzijl, ein sehr hübscher Ort mit idyllischem Hafen. Gleich dahinter die erste Schleuse mit wenig Hub. Vorbei an Muggenbeet fuhren wir weiter in Richtung Nationalpark De Weerribben mit wunderschöner Landschaft: viele kleine holländische Häuschen mit paradiesischen Gärten – ein Paradies mitten in Friesland. Die Fahrtgeschwindigkeit im Nationalpark darf 6 km/h nicht überschreiten. Die kleine Ortschaft Ossenzijl, mitten im Nationalpark lädt zum Kaffee ein. Hier machen wir einen kurzen Kaffee-Stopp und kaufen paar Lebensmittel im kleinen Tante-Emma-Laden.

Die Weiterfahrt am späteren Nachmittag erfolgt über De Lande bis zur Kreuzung kurz vor dem Tjeukermeer, hier übernachten wir im Yachthafen De Driesprong. Der Hafen ist sehr gut ausgestattet, mit Grillstelen, Duschen, Toiletten, Waschmaschine, Trockner, kleiner Einkaufsladen (auch Bootsaustattung) und sogar W-Lan-Anschluss. Neben dem Hafen befindet sich ein kleiner Imbiss mit Eisdiele.

Fahrtzeit am ersten Tag ca. 6 Stunden, 2 Schleusen und ca. 7 Brücken (alle automatisch und ohne Wartezeit).

Samstag: 2-ter Fahrtag

Nach dem ausgiebigem Frühstück bis gegen 10.30 Uhr, starten wir unsere Weiterfahrt. Unser Ziel heute ist Jirnsum. Hier möchten wir den Veranstalter FNMA Charters besuchen und den Hafen sowie einige seiner Boote – die nicht vermietet waren – besichtigen.

Vorbei an Echtener Brug über das Tjeukermeer (hier erwartet uns ein recht starkes Gewitter mit starkem Wind) – das Meer haben wir in nördlicher Richtung über Scharsterbrug verlassen – weiter über den kleinen See Langwarder Wielen in Richtung Sneekermeer.
Kurz vor Akkrum scheint wieder die Sonne – jetzt ist es Zeit für eine Fahrt durch das schöne Akkrum – hier ist der Kanal allerdings relativ eng und viele Bootfahrer warten auf die Öffnung der 3 Brücken (Brückengeld immer 2 EUR bereit halten). Wir kehren allerdings nach der 3-ten Brücke um und setzen die Fahrt in Richtung Jirnsum fort.
In Jirnsum erwartet uns der Inhaber von FNMA Charters bereits und wir sind begeistert von der neuen Babro 1500 New Line für 13 Personen (5 Kabinen), welche 2012 gebaut wurde. Das Boot werden wir in Kürze auf unserer Homepage aufnehmen.
In Jirnsum begegnen wir sogar unsere Stammkunden, die mit der Babro 1120 heute die Bootsfahrt starten. Wir entscheiden uns für eine Übernachtung hier im Hafen.

Fahrtzeit: 4 Stunden, einige Brücken

Sonntag: 3-ter Fahrtag

Unser Ziel heute ist Sneek, die bekannte Wassersportstadt in Friesland. Von Jirnsum, an Terherne vorbei und das Sneeker Meer sind wir in knappe 2 Stunden in Sneek angekommen. Wir finden einen Liegeplatz im Yachthafen De Domp 1. Der Yachthafen ist sehr gut ausgestattet, mit mehreren Toiletten und Duschen, Kinderspielplatz, W-Lan, Strom und Wasser. Die Anlegegebühr für unser Boot (15,80 m lang) beträgt für 1 Nacht 38 EUR (hier sind aber alle Leistungen inbegriffen). Obwohl heute Sonntag ist, ist der Supermarkt in der Nähe des Hafens (ca. 400 m zu Fuß zu erreichen) geöffnet. Daher nutzen wir den Tag um unsere Vorräte aufzufüllen. Wir kochen an Bord und am Nachmittag spazieren wir durch die wunderschöne Stadt Sneek. Vom Hafen ist das Zentrum mit Fußgängerzone und unzähligen Boutiquen innerhalb 15 Minuten zu Fuß zu erreichen. Der Tag heute war vom Wetter her durchwachsen, mehrmals am Tag regnete es kurz, danach schien innerhalb von wenigen Minuten wieder die Sonne.

Fahrtzeit: 1,5 Stunden

Montag: 4-ter Fahrtag

Nach einem kräftigen Frühstück mit gekochten Eiern fuhren wir gegen 11.00 Uhr in Richtung Terherne um dort einen weiteren unserer Veranstalter, Yachtcharter Wetterwille zu besuchen. Herzlich werden wir empfangen. Wir schauen uns mehrere Boote an, die alle sehr gut gepflegt sind. Das Gelände einschließlich der Steganlage sind ebenfalls sehr sauber und ansprechend.

Von Terherne aus fahren wir über das Sneeker Meer und weiter auf dem Kanal bis vor das Koevordermeer wo wir rechts  auf dem Johan Frisokanaal in Richtung Heeg fahren.

Immer wieder sehen wir viele Segler die sogar auf den schmalen Kanälen segeln und ihre Manöver manchmal auch erst kurz vor uns fahren. Man sollte nicht ängstlich werden, schließlich machen sie es tagtäglich.

Kurz vor Heeg fahren wir links auf das Heeger Meer. Hier beobachten wir eine Segelschule, wo bereits die kleinen Knirpse das segeln erlernen.  Über einen sich durch die Natur schlängelnden Kanal erreichen wir die schöne Ortschaft Woudsend. Woudsend ist bekannt durch seine zwei noch intakten Windmühlen und engen Gässchen. Ein Dorfrundgang ist sehr empfehlenswert.

Für die Nacht haben wir uns vorgenommen einen Platz außerhalb einer Ortschaft zu suchen um dort auch zu grillen. Wir verlassen Woudsend in südliche Richtung, überqueren das Sloter Meer und finden auf der rechten Seite vor Sloten  mehrere hundert Meter lange Anlegemöglichkeiten, die zu einem Campingplatz gehören. Nach kurzer Zeit kommt der Hafenmeister.

Wir erleben heute einen schönen Sonnenuntergang mit Würstchen und Wein.

Zu den Schleusen und Brücken:
Es gibt in Holland deutlich mehr Brücken als Schleusen. Wir haben bis heute lediglich zwei passiert, die auch nur einen sehr geringen Hub hatten. Die Brücken sind meistens bewegliche Brücken, davon wiederum fast alle Hubbrücken, sogar bei Autobahnen. Einige wenige sind Drehbücken.  Das passieren der Brücken bedarf wenig Wartezeit, es scheint als wenn die Boote gleichberechtigt der auf der Strasse fahrenden Autos sind. Mit einer Ausnahme mussten wir nicht einmal zum warten am Ufer festmachen, sondern konnten immer sofort mit den anderen Booten die Brücken passieren. Alle sind mit Ampeln geregelt.

Bei einigen wenigen Brücken muss man Brückengeld bezahlen. Dieses liegt bei EUR 2,- (kann aber auch z.B. EUR 2,10 betragen).
Tipp: Kleingeldbehälter am Steuerstand, damit man schnell reagieren kann

Die Brücken sind in roter Schrift mit folgenden Angaben auf den Wasserkarten vermerkt:
BB – bewegliche Brücke
H 26,5 – Angabe in Dezimeter = Höhe der Brücke 2,65 Meter
W 87 – Angabe in Dezimeter = Breite der Durchfahrt 8,70 Meter

An den Kanälen auf der Karte sowie in den Seen befinden sich Tiefenangaben

D 20 – Angabe in Dezimeter  = Tiefe 2,00 Meter

Bei der Routenwahl sind diese Angaben in Bezug auf die Breite, Höhe und Tiefe des Bootes zu beachten.

Fahrtzeit heute: ca. 3-4 Stunden

Dienstag: 5-ter Fahrtag

Unser Ziel ist heute Lemmer. Wir frühstücken in Ruhe und fahren gegen 10 Uhr los. Unsere Route führt von Sloten in Richtung Süden über den Kanal Langesloot und weiter den Prinses Margrietkanal zum Jiselmeer. Vor der Einfahrt ins Jisselmeer ist eine Schleuse auf deren Öffnung wir ca. 20 Minuten warten müssen. Auf dem Jisselmeer angekommen, fahren wir an der Betonnung entlang nur einige wenige Kilometer weiter, denn unser Ziel ist es, nach Lemmer von der Jisselmeer-Seite einzulaufen.

Das wunderschöne Zentrum von Lemmer liegt hinter einer Schleuse, hier sind entlang der Kaimauer auf der rechten und linken Uferseite mehrere Anlegemöglichkeiten vorhanden. Teils liegen einige Boote im „Päckchen“, doch wir haben Glück und finden einen Liegeplatz direkt am Ufer. Viele Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Boutiquen und Souvenirläden auf beiden Uferseiten laden zum Bummeln ein.

Empfehlenswert ist es, recht früh nach Lemmer einzulaufen (vormittags), um eine gute Anlegestelle zentral zu finden. Wer zu spät kommt, muss entweder im Päckchen anlegen oder die weiteren Häfen im Norden von Lemmer anlaufen.

Da es heute noch sommerlich warm ist, packen wir die Badesachen ein und laufen zu Fuß ca. 10 Minuten bis zum Sandstrand in Lemmer. Nicht nur die Kinder hatten riesigen Spaß im Meer zu baden und im Sand Burgen zu bauen.

Heute übernachten wir in Lemmer, die wunderschöne Hafenstadt direkt am Jisselmeer.

Fahrtzeit heute nur ca. 2 Stunden, 2 Schleusen, einige Brücken

Mittwoch: 6-ter Fahrtag

Bevor wir starten, kaufen wir noch schnell im Supermarkt Grillsachen ein, denn heute haben wir uns vorgenommen, kurz vor Zwartsluis in freier Natur anzulegen und zu Grillen. Daher starten wir erst später, nach dem Einkauf. Es ist schon Mittag und wir haben kurz vor dem Start noch Pommes mit Fisch gegessen; Pommesbuden gibt es in fast allen Häfen in Holland und meistens schmeckt das gut. Von Lemmer fahren wir in Richtung Norden, über das Tjeukemeer und den Nationalpark De Weribben. Kurz hinter dem Nationalpark finden wir unsere Grillstelle. Hier übernachten wir ein letztes Mal vor der Bootsübergabe am nächsten Tag.

Fahrtzeit heute ca. 3,5 Stunden.

Donnerstag: 7-ter Fahrtag

Nach dem Frühstück starten wir gegen 9 Uhr unsere letzten Kilometer bis Zwartsluis. Um 13 Uhr muss das Boot abgegeben werden, wir waren kurz nach 12 Uhr schon da.

Eine wunderschöne Woche geht zu Ende und alle an Bord waren beeindruckt von der Vielfältigkeit und Schönheit der friesischen Seenplatte.
Viele Rundfahrten sind möglich, da die meisten Kanäle und Seen parallel zueinander verlaufen. Man muss somit die gleiche Strecke nicht doppelt befahren.

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