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27.04.2012

Von Potsdam nach Berlin mit dem Hausboot

Verlängertes Bootswochenende Potsdam – Berlin vom 13.7.-17.7.2011

Lange hatten wir uns schon vorgenommen eine Bootsfahrt  durch Berlin zu machen, zumal unsere Männer uns zum Geburtstag einen Musicalbesuch in Berlin schenkten.

Ca. vier Wochen vorher machten wir einen Termin aus, der dann ca. zwei Wochen davor fest gebucht wurde. Es war Gott sei Dank noch ein Boot frei und so buchten wir „unsere“ Consul.
Wir hatten ein wenig Bedenken hinsichtlich der Größe des Bootes, wurden dann aber bei unserer Ankunft positiv überrascht. Das Boot ist für 4 Erwachsene Personen absolut ausreichend. Da wir zwei Paare sind, freuten wir uns auch darüber, dass man das V-Bett in der Bugkabine mittels eines Holzbrettes und einem Dreieckspolsters in ein schönes Doppelbett umfunktionieren konnte.

Da wir am ersten Tag gutes Wetter hatten, entschlossen wir uns von unserem Starthafen dem Yachthafen Potsdam aus, einen Rundkurs zu fahren. Wir fuhren Richtung Süden über den Templiner See schnitten kurz den Schielow See. Es ging dann weiter über den Großen Zernsee. Dort war es uns aber so warm, dass wir uns kurzerhand dazu entschlossen baden zu gehen. Also schnell eine kleine Bucht gesucht, Anker geworfen, Badehose an und ab ging die Luzi. Die Männer hatten einen großen Spaß und machten Gaudi. Unsere Fotografin Martina kam mit den Serienbildern gar nicht nach (sie hat uns anfangs immer nur an Bord getroffen , nicht in der Luft) Da wir nach dem baden hungrig waren, wurde kurzerhand ein üppiges Schrippenmahl zubereitet (Schrippe (Berlin)  = Brötchen (allgemein) = Wecken (Baden-Württemberg), gespickt mit Tomate Gurke und Weintrauben; hmmmmmmm lecker. Nach ca. 3 Stunden Aufenthalt fuhren wir weiter.

Es ging über den kleinen Zernsee und die Potsdamer Havel bis zur Kreuzung Ketziner Havel / Havelkanal / Sacrow-Paretzer Kanal in dem wir rechts abbogen. Wenn man Potsdam wieder erreicht, befährt man den Jungfernsee Von dort aus, Potsdam linker Hand umfahrend schmücken immer wieder kleine Schlösser und wunderschöne Parkanlagen das Ufer. Den Tiefer See passierend kamen wir wieder nach insgesamt 5 Stunden Fahrzeit in unserem Hafen an. Abends nahmen wir einen kleinen Imbiss beim Hafen-Italiener „Möwe“, wo der Wirt scheinbar selbst nicht weiß, wo er geboren wurde.

Da die Männer Ihr Geburtstagsgeschenk für die Frauen einlösen wollten und wir unseren Laptop mit dabei hatten, buchten wir kurzentschlossen unsere vier Karten für das Udo-Lindenberg-Musical „Hinterm Horizont“ für den nächsten Tag.

Am Donnerstagmorgen ging es dann in Richtung Berlin. Zurück über den Tiefer See, den Jungfernsee, auf der Havel, am Wannsee vorbei Richtung Berlin Spandau. Dort hat man dann die Möglichkeit die Spreebögen zu fahren, was wir natürlich gemacht haben oder über den Berlin-Spandau-Schifffahrtskanal durch Berlin zu fahren. Interessanter ist auf jeden Fall die Fahrt über die Spreebögen. Nachdem man die Schleuse Berlin-Charlottenburg passiert hat biegt man dorthin rechts ab. Linker Hand liegt dann Berlin-Tiergarten. Rechter Hand sieht man gelegentlich die Siegessäule. Anschließend fährt man durch das Regierungsviertel, fährt am Reichstagsgebäude und anderen Sehenswürdigkeiten vorbei. Von weitem erblickt man dann auch umso öfter den Berliner Fernsehturm. Wir haben dann  noch die Mühlendammschleuse passiert und sind unmittelbar danach in den alten Spreekanal abgebogen. Dort haben wir dann zwei Brücken passiert und links an einem Sportbootanleger (ca. 5-6 Liegeplätze für 24 Stunden) festgemacht. Als wir dort ankamen, waren zunächst alle Liegeplätze belegt. Ein Skipper eines kleinen Bootes am Anfang der Steganlage sah jedoch, dass wir einen Liegeplatz suchten und machte diesen für uns frei.
Wir zogen uns dann gleich ein wenig schicker an und fuhren  mit der U-Bahn vom Spittelmarkt, der einen Katzensprung vom Anleger entfernt war, in die Stadt zum Potsdamer Platz.

Der Potsdamer Platz wurde nach der Wende komplett neu bebaut, ein sehr geliebtes Ausflugsziel mit vielen Restaurants, Kinos, Geschäften und dem Musicaltheater. Da wir noch ein bisschen Zeit hatten, hat es noch zu einem Essen in einem „Maredo“ Restaurant gereicht.

Der anschließende Musicalbesuch war einfach panisch geil!!! Wir können das Udo-Lindenberg-Musical bestens empfehlen.

Nach dem Musical kehrten wir zu unserer Consul zurück, nahmen unseren allabendlichen Gute-Nacht-Drink zu uns und planten ein wenig den nächsten Tag. Die Wettervorhersage war nicht so gut und diese stimmte dann leider auch.

Wir fuhren dann am Freitagmorgen, -mittag nach verspätetem Frühstück mit der U-Bahn zum KDW, dem Kaufhaus des Westens und shoppten dort ein wenig. Anschließend machten wir noch eine, normalerweise zweistündige, Stadtrundfahrt mit ……….Bussen, die oben offen sind. Es gibt mehrere Routenangebote. Wir entschlossen uns für die klassische Tour, die wir ebenfalls sehr empfehlen können. Sie führt an sehr, sehr vielen Sehenswürdigkeiten vorbei und man erhält während der Fahrt Informationen durch den mitfahrenden Touristenführer. Der Bus macht mehrere Stopps, man kann auch einfach aussteigen und mit dem nächsten Bus wieder weiter in die Route zusteigen. Da der Wind am Reichstag auf dem Bus bereits sehr unangenehm war, stiegen wir dort aus und beendeten unsere Rundfahrt. Wir wollten dann den Reichstag besuchen und mussten aber erfahren, dass man sich mindestens drei Tage! Vorher anmelden muss, also ein sehr begehrtes touristisches Objekt.

Da es uns am Potsdamer Platz sehr gut gefiel fuhren wir dort hin und kehrten in Mommsenseck, dem Haus der 100 Biere, ein. Ein schönes Abiente und eine echte Berliner-Schnauze-Kellnerein Namens Moni. Wir empfanden Ihr Auftreten als: Das ist Berlin, dass gehört dazu. Nochmals vielen Dank für den schönen Aufenthalt in Eurem Haus. Empfehlen können wir das Flaschenbier „Piraat“ aus Belgien mit 10,5 %.

Und schon war auch dieser Tag fast vorbei. Wie immer schauten wir uns auf unserem Boot die Fotos des Tages an und luden die Schönsten, natürlich in Facebook, hoch.

Für den Samstag war das beste Wetter angesagt, kommt es wirklich so oder spinnt die Wettervorhersage dieses Mal???

Der Morgen kam und der erste Blick aus der Dachluke zeigte uns: Wolkenloser Himmel!!!!
Nach dem allmorgendlichen Gang zum „Schrippen“ holen und einem entspannten Frühstück, brachen wir auf. Wir hätten natürlich unseren Rundkurs durch Berlin beenden können, wollten aber nicht über den nicht so attraktiven Teltow- oder Landwehrkanal zurück fahren. Sehen wollten wir aber noch die historische Oberbaumbrücke und die Molekülmännchen am Allianzgebäude. Dort fuhren wir hin, machten bei traumhaftem Wetter noch viele sehr schöne Fotos und bereuten die Stunde „Umweg“ nicht.

Doch jetzt: Auf zum Baden!!!. Bei den beiden Schleusen in Berlin konnten wir sofort einfahren und Schleusen. Gegen Mittag waren wir dann auf der breiten Havel unterhalb von Berlin-Spandau und ankerten etwa in Höhe des Grunewaldturms in einer kleinen Bucht. Sehr viele Segelboote waren unterwegs, ein sehr schöner Anblick.
Nach einem abkühlenden Sprung ins kühle Nass, aßen wir auf dem Sonnendeck zu Mittag und aalten uns anschließend in der Sonne. Es war so schön immer wieder von Bord aus in`s Wasser springen zu können um sich abzukühlen. Wir blieben dort bis zum späten Abend und fuhren erst sehr spät in den Hafen nach Potsdam zurück.

In der Hafengaststätte ließen wir den Abend ausklingen.

Am nächsten Morgen verließen wir dann nach kräftigem Frühstück unser Boot und traten unsere Heimreise an.

Ein wunderschönes Wochenende!!!

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