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7.11.2011

Hausbooturlaub auf einer Penichette

Hausboot PenichettePenichette  -  ein Erfahrungsbericht

Hausbootfahrt ab Untergöhren am Fleesensee (Mecklenburg)

„Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erleben..“, so ging es auch uns drei Angelfreunden, d.h. zwei waren ein Paar: H. und M. und ich (B.).

Es waren die wunderschönen Sonnentage 30. Sept. bis 04. Oktober 2011, besonders der Samstag war so warm, dass man nackt auf dem geräumigen Deck der Penichette sich einen Sonnenbrand holen konnte, denn wer nimmt schon im Oktober Sonnenschutzmittel mit.

Doch von Anfang an: Das Boot, eine Penichette 1020 FB, stand in Untergöhren, am Fleesensee tadellos vorbereitet in Warteposition.

Die reizenden Damen des Vercharteres hatten die Formalitäten rasch erledigt.
Am längsten dauerte das Kraulen des anhänglichen Bürohundes und der angebotene Kaffee-Genuss.
Das Verladen des immer zu umfangreichen Gepäcks ging dank der ausreichend vorhandenen Transport-Wägelchen zügig, die technische Einweisung auch, denn der sympathische Einweiser merkte schnell, dass wir nicht nur den Bootsführerschein (braucht man gar nicht), sondern auch Erfahrung mit Hausbooten hatten, bisher allerdings nur mit Booten der Kormoran-Reihe.

Der Start hinein in die Nachmittagssonne in Richtung Plauer See war eine Freude.
Das Boot verhielt sich gutmütig auch in der Warteschleife der Malchower Drehbrücke, dann Petersdorfer See, Plauer See mit Anlegen in Altschwerin zum Fischessen im gemütlichen Fischrestaurant.
Dort verbrachten wir auch die erste Nacht – also nicht im Restaurant, sondern in den geräumigen Kojen jeweils im Bug und Heck.

Die  entfernte Anordnung der Kojen hat große Vorteile: man hört die Schlaf- oder anderen Geräusche, die in der Nacht so entstehen, überhaupt nicht, was bei unserer Konstellation eher von Vorteil war (bei zwei Pärchen kann man die Türen natürlich offen lassen). In jedem Fall sind die zwei Nasszellen aber zu begrüßen.

Die weiteren Tage auf dem Wasser waren auch wundervoll. Wir konnten große Strecken zurück legen, dank „all inclusive-Paket“ entfiel auch der Blick auf die Kraftstoffanzeige. So erlebten wir die großen Seen Mecklenburgs schleusenlos durch Kanäle verbunden.

In den vier Tagen brauchte die brave Penichette nur einmal Strom, was in der schönen Anlage in Jabel gut klappte. Dann konnten wir wieder in einer stillen Bucht vor Anker gehen, wo die Penichette mit Bug- und Heckanker sehr ruhig lag.

Fazit: Das Boot hat uns mit seiner gediegenen Ausstattung und der sehr sinnvollen Anordnung der nötigen Details sehr gefallen. Es lässt sich auch ohne Bugstrahlruder gut manövrieren. Der Diesel ist genügend gedämmt, so dass man auch im Wohnzimmer gemütlich sitzen kann. Und es ist ein schönes Boot! Auf den zahlreichen Fotos wirkt es von außen immer gediegen mit einem Hauch alter Tradition und Modernität und innen schick und gemütlich.

Es ist wie überall aber nicht alles vollkommen.  Die Badeleiter passte nicht zum Boot, sie ließ sich nur widerspenstig einhängen, so dass man von der etwas schmalen Badeplattform mehr ins Wasser rutschte als stieg und die bootseigenen Stege sind aus dünnem Rohr, das den nackten Füßen nicht gut tut.

Auch der fest installierte Buganker lässt sich bei schlammigen Untergrund nur zu zweit lichten. Hier wäre eine Winde hilfreich.

Dass die Penichette kein Sonar hat, wussten wir. Und so half unser komfortables mobiles Sonargerät (mit zwei Sendewinkeln und Farbdisplay), den Untergrund zu beurteilen und mit dem Flachwasser-Alarm auch dem 85 cm-Tiefgang Rechnung zu tragen.

Und ein richtiger Nachteil: Wir konnten keine großen Fische angeln, aber das hatte mit der schönen Penichette nichts zu tun. Es war einfach zu warm.

Nun freuen wir uns auf den nächsten Sommer, denn da ist das gleiche Boot schon für die Masuren gebucht.

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