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7.10.2011

Reisebericht Masurische Seenplatte

Sehr geehrter Herr Dankert,

ein kleines Feedback  unserer Masurenreise. Es war wunderschön, es hat alles geklappt und sogar das Wetter hat mitgespielt. Landschaftlich durchaus vergleichbar mit den Müritz-Gewässern, jedoch mit mehr Wald. Es ist ein Seglerparadies, daher sind Hausboote wie die Europa 400 in der absoluten Minderheit, was sich in den Liegeplätzen widerspiegelt. Durch den Tiefgang von knapp 1 m ist ein Anlegen nur in den ausgebauten Marinas ohne Probleme möglich. Ryn z.B. hat außer einem großen Segelhafen nur einen Privatsteg, der das Liegen erlaubt. Gizycko und Stynort sind dagegen bestens ausgebaut.

Restauration ist überall gegeben. Sprachschwierigkeiten treten durch die Deutschkenntnisse der Polen kaum auf, irgend jemand findet sich immer, der helfen kann und will und die Speisekarten sind meistens in polnisch und englisch oder sogar deutsch. Gewöhnungsbedürftig war am Anfang, dass Beilagen, wie Kartoffeln und Gemüse extra bestellt werden müssen. Einkaufsmöglichkeiten sind reichlich vorhanden.

Die nur 2 Schleusen sind ohne Schwierigkeiten mit  2 Personen zu fahren und durch das Fehlen der vielen Schleusen, wie z.B. auf dem Canal du Midi kommt man nie  Zeitnot und kann fahren bis es dunkel wird.

Die EUROPA 400 ist ein tolles Schiff, bestens ausgestattet und für nur 2 Mann einfach sehr groß vom Platzangebot. Durch Bugstrahlruder leicht zu fahren und zu navigieren. Das Sonnensegel auf der Flybridge ist ein Komfort und kann sehr schnell bei den niedrigen Brückendurchfahrten abgeklappt werden. Ein großer Service ist das bootseigene Handy, auf dem die Basis per SMS morgens die Wettermeldung für den Tag durchgibt. Der so gepriesene Fernseher ist ein guter Werbegag, steckt aber noch in den Kinderschuhen. Ist das Boot nicht nach Süden ausgerichtet, ist kein Empfang oder nur gestörtes Bild. (Wir sind zwar nicht zum Fernsehen unterwegs gewesen, aber Nachrichten interessieren doch !)

Nach all’ dem Positiven nun ein kleiner Schönheitsfehler. Sie sollten Cardinal unbedingt darauf hinweisen, dass die Basis sehr schwer ohne Hinweis zu finden ist. Hilfreich wäre schon die Angabe der Telefonnummer, eine Anfahrskizze oder wenigstens der Name “Marina MIKO”.  Man sieht in Mikolajki zwar diverse Liegeplätze, wir haben aber trotzdem fast eine Stunde gebraucht. Zur Basis selbst ist zu sagen, dass sie ganz neu ist, mit Fachleuten besetzt, die rund um die Uhr Bereitschaft haben. Das Schiff wurde in sehr sauberen Zustand und mit allem ausgestattet übergeben.

Mit freundlichen Grüssen
Manfred Schrader

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