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7.06.2010

Hausbootferien Canal du Midi

Hausbootferien am Canal du Midi

17.04. – 24.04.2010

Port Cassafières – Castelnaudary

Laut Prospekt : (157 km, 62 Schleusen, 45 Stunden Fahrzeit)


Samstag, 17.04.2010
,  Frühstücksbuffet, Abfahrt nach Port Cassafières

Als wir gegen 15.30 Uhr dort eintreffen, herrscht ziemlicher Betrieb im Büro von „Le Boat“; wir bekommen unser Boot, die Clipper Nr. 8, zugewiesen. Vorher bezahlen wir 60,00 Euro für zwei Parkplätze, 110,00 Euro Versicherung für das Boot und 150,00 Spritgeld.

Ein braungebrannter Amerikaner fährt mit uns ein Stück in den Kanal und weist uns in die Bedienung des Bootes ein. Er erzählt uns u.a., was „vin d’une nuit“ bedeutet, den Marion und Frank im kleinen Supermarkt am Hafen erstanden haben.

Kurz vor dem Ablegen präsentiert Frank uns seine Mitbringsel: Eine Dreiliterflasche Rotwein, etikettiert mit den Worten „Bonjour, Canal du Midi“ sowie unseren 4 Vornamen, 2 kleine Logbücher und sein Krümelmonster als Maskottchen für die nun bevorstehende Reise.

An diesem Abend kommen wir nur bis Portiragnes (die Schleusenwärter schließen die Tore um 18.00 Uhr). Wir legen direkt vor der Schleuse (und direkt neben der Straße) an. Im Gemüseladen kaufen wir ein paar Kleinigkeiten und steuern dann auf den Supermarkt hinter der Kirche zu: geschlossen! In einer kleinen Bäckerei kaufen wir Baguettes; auf unsere Frage nach ein bisschen Pfeffer und Salz schickt er uns zum benachbarten Pizzabäcker (nachdem er dort angefragt hat), wo wir kleine Plastikschälchen mit Pfeffer und Salz bekommen. Wir müssen unsere Tomaten nicht gewürzlos essen!

Sonntag, 18.04.2010,  können wir die Kaffeemaschine, die Frank mitgebracht hat, nicht anschließen, da es auf unserem Boot nur einen 12-Volt-Anschluss gibt. Wir begeben uns zu „unserem kleinen Bäcker“ und trinken im Freien Kaffee und essen Croissants dazu.

Schönes Wetter mit Temperaturen um die 20 °

1. Schleuse: Portiragnes: Wir passieren unsere erste Schleuse! Wir bleiben alle 4 auf dem Boot; der Schleusenwärter macht dieses fest, und wir denken: Schleusen ist gar nicht schwer…  Er erklärt uns, dass wir in der nächsten Schleuse aber selbst tätig werden müssen. Zu früh gefreut.

2. Schleuse: Villeneuve-les-Béziers,   netter kleiner Ort

Marion und ich steigen aus, um uns ein Bild von der Schleuse (und dem Wärter) zu machen. Unser Boot ist mit zwei anderen Booten zusammen in der Schleuse, und das Schleusen klappt so la, la.

3. Schleuse: Ariège

4. Schleuse: Béziers

5. Schleuse: Orb, die Schleusenwärterin macht Mittagspause (immer zwischen 12.30 und 13.30 Uhr)

Wir laufen herum und erkunden die Gegend. Es gibt in der Nähe ein schönes Aquädukt über den Fluss Orb; sehr beeindruckend, ebenso der Blick auf die Stadt Béziers.

6. Schleuse: Schleusentreppe von Fonsérannes, bestehend aus 7 Schleusen. Für den Bergverkehr wird sie erst um 16.00 Uhr geöffnet. Kurz vor der Einfahrt zur Schleusentreppe machen wir unser Boot fest. Vor uns liegen noch 6 oder 7 andere Boote, das heißt, wir haben sehr viel Zeit. Wir schauen uns erst einmal die Schleusentreppe von außen an: sehr beeindruckend. Sehr viele Touristen haben sich bei dem schönen Wetter auf die Beine gemacht, um sich u.a. das Schleusen anzuschauen. Man hat auch einen schönen Blick auf das Hinterland und die Stadt Béziers. Zurück auf dem Boot, kommen wir mit zwei Landsmännern ins Gespräch (sie fahren auf ihrem eigenen Boot), die uns ein paar Tipps geben.

Frank und Angelika lernen die Schleusentreppe nur von außen kennen – Marion und Andreas bleiben auf dem Boot. Teilweise „führen“ wir dieses an den Leinen. Bei einer dieser Aktionen flutscht Angelikas blau-orange Gleitsichtbrille ins Wasser –sie hatte sie für ein Foto abgenommen und in die Jackentasche gesteckt, ohne den Reißverschluss zu schließen. Ärgerlich! Ansonsten macht Schleusen viel Spaß.

Nach dem Verlassen der Schleusentreppe fahren wir weiter Richtung Colombiers über das Aquädukt von Colombiers (sehr schön) und direkt danach durch den Tunnel Malpas, über das Aquädukt du Thou – landschaftlich sehr schön. In Poilhes machen wir das Boot kurz hinter einer kleinen Brücke fest. Wir drehen eine kleine Runde im Ort; Marion und Frank speisen in einem kleinen Restaurant; Andreas und Angelika bleiben auf dem kleinen Boot.

Montag, 19.04.2010

Ohne Frühstück fahren wir Punkt 8 Uhr los bis Capestang (ca. 4 km), trinken vor dem „Saloon“ in der Sonne Kaffee und essen Croissants dazu. Frank und Andreas kaufen im Supermarkt ein, damit wir nicht verhungern. Den ganzen Tag keine Schleuse!

Beim Anblick eines schlossartigen Gebäudes legen wir kurzentschlossen in Ventenac-en-Minervois an. So schnell haben wir Frank noch nicht laufen sehen: in dem imposanten Gebäude gibt es Wein und natürlich eine „dégustation“! Wir werfen einen kurzen Blick in den Weinkeller, um uns das Angebot und – auch wichtig – die Öffnungszeiten anzuschauen, und drehen eine Runde durch den Ort – nicht unbedingt sehenswert. Wir probieren ein paar Weine und kaufen einige Flaschen Wein, der uns gut schmeckt. Angelika hat ihre Spendierhosen an und beschließt, für sich und ihre Freunde ein besonderes „Tröpfchen“ abfüllen zu lassen. Das Angebot lautet: 1 l Wein für 1,30 Euro. Sie legt 2,60 Euro auf den Tresen und bestellt 2 l. Daraufhin meint der Sommelier, dass der Plastikkanister 1,50 Euro kostet. Er zeigt sich ebenfalls großzügig, füllt 3 Liter in den Kanister und kassiert dafür die 2,60 Euro. Wir haben also für 2,60 Euro 3 Liter Wein bekommen. Ein älterer Mann mit Hund versorgt sich ebenfalls mit einem Plastikkanister. Als wir weiterschippern, überholen wir ihn; er marschiert mit seinem Hund auf dem schmalen Weg, der parallel zum Canal du Midi verläuft. Oft sehen wir dort auch Fahrradfahrer vorbeiradeln.

Abends suchen wir uns als Anlegestelle ein Plätzchen in der freien Natur aus, kurz hinter Roubia. Es gibt Spaghetti mit einer leckeren Sauce – unser Koch Frank verwendete u.a.wild gepflückte Kräuter, wie Rosmarin und Thymian. Dazu gibt es Oliven und einen leckeren Salat mit ganz viel Knoblauch.

Wir kosten das „edle Tröpfchen“ aus Ventenac und amüsieren uns köstlich bei dem Gedanken, dass 1 Liter davon ca. 35 Cent kostet (wenn man die 1,50 Euro für den Kanister abzieht)  . . .

Frank gießt beim Einschenken ein paar Tropfen daneben (ob er das wohl absichtlich macht???), und da wir befürchten, dass das Getränk Löcher in den Boden ätzen könnte, putzt Frank vorsichtshalber diese Stelle.

Der Abendhimmel sieht sehr schön aus; er wechselt von rosa auf orange; leider kann man es mit der Kamera nicht richtig festhalten. Marion und Frank machen einen Abendspaziergang; Andreas und Angelika bewachen das Boot.

Dienstag, 20.04.2010

Nach dem Frühstück im Salon (morgens ist es immer frisch) legen wir ab und fahren Richtung Homps, wo es eine Basis von „le Boat“ gibt und somit einen kostenlosen Wasser- und Stromanschluss. Marion und Angelika kaufen Teilchen in einem Mini-Supermarkt, kaum vorstellbar, dass es hier keine „boulangerie“ gibt. Auf dem Boot kredenzt Frank einen leckeren Kaffee, den er mit seiner Kaffeemaschine zubereitet hat, und wir essen Gebäck dazu.

Uns geht es gut! Vive la France!

Die beiden Männer gehen einkaufen, während die Frauen sich aufhübschen. Angelika benutzt erstmals die Dusche – funktioniert gut.

Bevor wir Homps erreichen, passieren wir die 7. Schleuse: Argens, danach die 8. Schleuse Pechlaurier (Doppelschleuse), die 9. Schleuse: Ognon und die 10. Schleuse: Homps

Beim Schleusen lernen wir ein nettes Paar aus Neuseeland kennen.

11. Schleuse: Jouarres Die Schleusenwärterin ist besonders nett. Sie erzählt uns u.a., dass es erst seit Sonntag wettermäßig schön ist und dass im März noch 25 cm Schnee lagen. Wir warten und warten. Ein großer Katamaran aus Hamburg braucht beim Rangieren in der Schleuse viel Zeit, und damit werden auch wir zeitmäßig zurückgeworfen. Wir schaffen es heute nur bis zur Schleuse Fonfile.

12. Schleuse: Puichéric (Doppelschleuse)

13. Schleuse: Aiguille (Doppelschleuse) Hier sind allerlei Figuren aus Blech aufgestellt. Zwei Hunde (aus Fleisch und Blut) laufen herum.

14. Schleuse: St. Martin (Doppelschleuse)

15. Schleuse: Fonfile (Dreierschleuse) Dort kommen wir 17.55 Uhr an. Marion und Angelika versuchen, den Schleusenwärter dazu zu bewegen, unser Boot noch durchzulassen, aber auch unser schönster Augenaufschlag lässt ihn kalt: Wir müssen bis zum nächsten Morgen warten und sind sauer auf den Sch…katamaran, der uns zeitlich zurückgeworfen hat.

Wir versuchen, Verständnis für den Schleusenwärter aufzubringen: Wahrscheinlich wartet seine Frau mit dem Abendessen auf ihn . . . . .

Wir legen direkt vor der Schleuse am Ufer an; hinter uns liegt das Boot mit der Großfamilie.

Der Himmel ist sternenklar, und wir können den „Großen Wagen“ ausmachen. Mitten in der Nacht werden wir von Marion und Frank aus dem Schlaf gerissen, weil sie in ihrem Schlafzimmer Pumpgeräusche hören, die man nicht näher lokalisieren kann. In unserer Kabine hören wir nichts. In den nächsten Nächten wird die Pumpe abgestellt.

Mittwoch, 21.04.2010 9.00 Uhr ab Schleuse Fonfile, Frühstück auf dem Boot

Weder der „kleine Franzose mit Frau und Hund“ noch die „Großfamilie“ haben jemand nach oben geschickt zum Seilefestmachen. Marion ist als Einzige draußen und „bedient“ nicht nur unser Boot, sondern auch das des kleinen Franzosen und das der Großfamilie. Angelika (mit ihrer mittlerweile großen Schleusenerfahrung) erzählt den anderen erst einmal, wo es langgeht . . . . .  Der Kleine wirkt unbeeindruckt!

16. Schleuse: Marseillette

17. Schleuse: Trèbes (Dreierschleuse) schöner Ort   Wir glauben in Zeitdruck zu sein und fahren deshalb weiter. Ab Trèbes wird unser Boot in jeder Schleuse allein geschleust; das ist angenehm und geht schnell, zumal wir jetzt auch ein eingespieltes Schleuserteam (alte Hasen) sind.

18. Schleuse: Villedubert Obwohl es schon 11.35 Uhr ist, lässt uns der nette Schleusen-wärter (retraite militaire) auf unsere Anfrage noch passieren – wir sind das einzige Boot in dieser Schleuse). Wir unterhalten uns mit ihm, und als er Zettel und Stift zückt, erkundigen wir uns, ob wir jetzt ein Strafmandat bekommen. Er erklärt, dass jedes Boot registriert wird.

19. Schleuse: l’Evêque

Vor der nächsten Schleuse, die nur 800 m entfernt ist, machen wir das Boot fest. Außer dem Schleusenwärterhäuschen und der Schleuse ist weit und breit nur Natur zu sehen. Andreas rettet mit dem Bootshaken (gaffe) eine Schlange, die ins Wasser geplumpst ist. Unser Koch (Frank) bereitet Cassoulet (spezielles Schleusenwärtergericht) aus der Dose zu. Während Marion, Frank und Andreas das Mittagessen vorbereiten, bereitet Angelika mit dem Schleusenwärter das Schleusen vor; er ist nämlich mittlerweile (13.35 Uhr) aufgetaucht. Zu diesem Zeitpunkt glauben wir noch, dass die Zeit drängt und die beiden anderen Boote uns verfolgen (der kleine Franzose mit Frau und Hund sowie die Großfamilie). Beides stellt sich im Nachhinein als Irrtum heraus.

Der Schleusenwärter ist nicht so unnahbar wie es im ersten Moment schien. Er erklärt uns, dass man die gaffe nicht nur zum Abstoßen benutzen kann, sondern auch, um die Seile aufzufangen – dadurch erspart man sich das Werfen bzw. Auffangen. Außerdem erzählt er uns was von Carla Bruni und Nicolas Sarkozy.

In einer Schleuse müssen Marion und Angelika Sprossen hinaufklettern, die in die Schleusenwand eingelassen sind; oben gibt es keine Haltegriffe, so dass wir die letzten Zentimeter auf allen Vieren krabbeln.

Auf unserer weiteren Strecke hören wir plötzlich Dudelsackmusik: ein Boot kommt uns entgegen mit einem folkloristisch gekleideten Dudelsackspieler.

20. Schleuse: Fresquel danach eine Art Becken (bief), danach Doppelschleuse

21. Schleuse: St. Jean

22. Schleuse: Carcassonne Gegen 15.00 Uhr erreichen wir den Hafen von Carcassonne; wir legen dort an und entrichten eine Gebühr von 16,80 Euro. Mit dem Bus No. 4 fahren wir zur Festung hoch und laufen durch die Gässchen. Leider überall Souvenirbuden und viele Touristen. An jeder Ecke gibt es was zu kaufen. Marion interessiert sich für eine Art Wandteppich; beim Nennen des Preises (ca. 200 Euro) wird sie ganz blass und verzichtet auf den Kauf. Stattdessen kaufen Marion und Frank sich jeweils einen „crêpe“.

Wir folgen unserem „capitaine“ durch die Gässchen zurück zur Innenstadt von Carcassonne, betrachten Schaufenster und halten nach einem Restaurant Ausschau, das unseren Vor-stellungen entsprechen könnte. In einem Buchladen erhalten wir einen Tipp: Wir landen bei „Fred“, wo einheimische Gerichte auf der Speisekarte stehen.

Wir lassen uns auf der Terrasse nieder, nehmen einen Apéritif zu uns und suchen Gerichte für uns aus. Während Frank und Andreas zum Einkaufen unterwegs sind, unterhalten Marion und Angelika sich mit dem portugiesischen Kellner. Er trällert uns das Lied“ Kommt ein Vogel geflogen“ vor und gibt einige Kunststückchen mit Flaschen und Gläsern zum Besten.

Wir möchten schon mal bestellen, und auf unsere Frage, ob wir denn wissen, was die Herren wollen, antworten wir, dass Frauen doch immer wissen, was Männer wollen . . . . Als diese vom Einkaufen bzw. Boot zurückkommen, sind sie hocherfreut, dass wir sofort mit dem Essen loslegen können. Der Chef höchstpersönlich (gut in Futter und mit umgebundener Schürze – wir dachten zunächst, er sei der Koch) nimmt unsere Bestellung entgegen. Gegen 22.00 Uhr sind wir wieder alle in einem Boot. Gute Nacht!

Donnerstag, 22.04.2010 Abfahrt aus Carcassonne; nach etwa 5 km die erste Schleuse dieses Tages

23. Schleuse: La Douce

24. Schleuse: Herminis

25. Schleuse: Lalande (Doppelschleuse) Herminis und Lalande liegen ganz kurz hintereinander, getrennt durch ein Becken

26. Schleuse: Villesèque (ca. 4,7 km von Lalande entfernt)

Wir fahren an Villesèquelande vorbei (laut Kanalführer „ein hübscher Hafen und ein Dorf mit alter Kirche und Pfarrhaus aus dem 11. Jahrhundert . . . .“), weil wir immer noch glauben, in Zeitdruck zu sein (Sch…katamaran !!!). Wir beschließen, uns das Örtchen Bram anzuschauen.

27. Schleuse: Bete Ile Von hier aus noch ca. 5,6 km bis zur nächsten Schleuse in Bram. In Port Bram legen wir an (klappt mittlerweile wie am Schnürchen) und laufen 1,6 km auf einem Fußweg an der Straße entlang nach Bram. Es gibt dort kein Café, wo wir verweilen möchten; immerhin kann ich in der Apotheke ein Medikament für Susanne kaufen. Wir laufen nach Port Bram zurück und schippern weiter. Die Besichtigung von Bram kann man sich unseres Erachtens sparen.

28. Schleuse: Bram nach 1,2 km

29. Schleuse: Sauzens nach 1,7 km

30. Schleuse: Villepinte So viel Spaß das Schleusen auch macht: allmählich nervt es uns, weil die Schleusen doch jetzt sehr dicht aufeinander folgen. Nach Villepinte haben wir 3,8 km bis zur

31.Schleuse:   Tréboul

32. Schleuse:  La Criminelle 502 m weiter befindet sich die

33. Schleuse : la Peyruque sieht sehr einladend aus

Mittlerweile wissen wir, dass die Zeit nicht mehr drängt, und wir beschließen nach Gespräch mit dem Schleusenwärter und kurzer Beratung einstimmig, hier die Nacht zu verbringen.

Wir machen unser Boot kurz hinter der Schleuse fest. Hier ist es sehr ruhig.

Es gibt hier nicht nur ein winziges Schleusenwärterbüro, sondern auch eine Boutique mit Keramiksachen. Die Inhaberin wohnt hier mit ihrem Mann und backt selbst; heute gibt es z. B. Zitronentörtchen. Nachdem Angelika die Boutique inspiziert und natürlich ein Souvenir entdeckt hat, setzen wir uns draußen hin und trinken Kaffee und essen dazu die leckeren Zitronentörtchen.

Am Abend gibt es Fisch für die Mädels und Fleisch für die Jungs.

Freitag, 23.04.2010   Frank und ich holen die am Vorabend bestellten Croissants und das Baguette und kaufen ein Zitronen- und ein Schokotörtchen. Wir dürfen einen Blick in die Küche werfen, wo auch der Hausherr und der Schleusenwärter der Hausfrau beim Backen zuschauen. Es duftet köstlich!

Der Himmel ist heute bedeckt. Frank verabschiedet sich von Alpha (Hund des Schleusen-wärters), und danach frühstücken wir im Salon. Gegen 10.00 Uhr geht es weiter. Ca. 1,1 km weiter nächste Schleuse

34. Schleuse: Guerre Weit und breit kein Schleusenwärter zu sehen. Auf diesem Teil des Kanals herrscht wenig Schiffsverkehr. Schließlich taucht er auf (hat im Gärtchen gewerkelt)  und sagt: „Un bateau, que c’est bizarre“. Am besten gefällt Angelika ein kleines Plüsch-bärchen, das an einem Gestell angebunden ist.

35. Schleuse: St. Sernin Sie ist nur 892 m von Guerre entfernt. Jetzt stört uns das nicht mehr, denn wir sind kurz vor dem Ziel; nur noch eine Dreier-, eine Doppel- und eine Viererschleuse bis Castelnaudary. Marion und Angelika steigen erst nicht auf das Boot, sondern laufen auf dem schmalen Weg zur nächsten Schleuse, die nur 542 m entfernt ist.

36. Schleuse: Guillermin Guillermin bis Vivier: 418 Meter

37. Schleuse: Vivier (Dreierschleuse) wird von einem schmächtigen Schleusenwärter bedient

38. Schleuse: Gay wird von einer Schleusenwärterin bedient. Ihre große schwarze Hündin läuft schwanzwedelnd umher und passt auf, dass wir alles richtig machen.

39. Schleuse: St. Roch (Viererschleuse) kurz hinter dem Ortseingangsschild

C a s t e l n a u d a r y   und kurz vor der Einfahrt in das Hafenbecken

Der Schleusenwärter sitzt in einer Art Wachturm. Der Himmel ist bedeckt. Frank hat die famose Idee, mit dem Zug nach Béziers zu fahren und die Autos abzuholen. Die beiden Männer fahren 14.04 Uhr mit dem Zug nach Béziers (Umsteigen in Carcassonne), während Marion und Angelika ein Taxi von Béziers nach Port Cassafières organisieren (über „le Boat“). Anschließend gehen wir ins Städtchen. Marion lädt mich zum Cappuccino mit crêpe ein, bevor wir ein paar Boutiquen unsicher machen. In einem Feinkostladen probieren wir amuse-bouches und nehmen eine Palette für uns alle mit aufs Boot. Marion deckt den Tisch festlich für das Captain’s Dinner.

Gegen 19.20 Uhr sind die Herren zurück, und heute Abend gibt es endlich das Captain’s Dinner (Andreas schmeißt alles zusammen, was die Bordküche an Resten hergibt).

Nach dem Dinner promenieren wir in Castelnaudary durch die fast menschenleeren Gassen – schönes altes Städtchen – lohnt einen Besuch.

Samstag, 24.04.2010 Wir packen unsere Sachen und machen das Boot besenrein. Von einem Mitarbeiter von „le Boat“ werden wir ausdrücklich dafür gelobt, dass wir das Boot so sauber übergeben haben!!!

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