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Hausbootfahrt vom 28.06. bis 04.07.2014 ab Woudsend mit Classique von Le Boat


Reiseroute: Woudsend-Dokkum-Woudsend

Teilnehmer:
Erik R. (Kapitän) aus Rodgau
Manfred B. (Navigator) aus Pflaumheim
Patric H. (1. Steuermann) aus Leider
Bernd Sch. (2. Steuermann und Koch) aus Rabenau

Hausboot: Classique

Übernahmehafen: Woudsend

Am 28.06.2014 sind wir morgens nach Woudsend (Holland) aufgebrochen, von wo unsere einwöchige Bootstour starten sollte. Unser Boot, die Classique, lag im Hafen der Firma le boat, über die wir bereits vor 2 Jahren dieses Boot gebucht hatten. Das Boot ist mit 4 Kajüten, 2 Nasszellen und 2 Toiletten ausgestattet und für 4 Personen ausreichend groß.
Gegen 15.30 Uhr kamen wir bei recht gutem Wetter in Woudsend an und sind direkt zu le boat gefahren. Da das Boot bereits startklar war, konnten wir unser Gepäck direkt an Boot bringen und jeder seine Kajüte beziehen. Kurz darauf kam bereits ein Mitarbeiter, um uns einzuweisen.
Anschließend sind wir nach Woudsend gefahren, um im Supermarkt Lebensmittel und alles Nötige einzukaufen. Nachdem unser Großeinkauf beendet und alles an Bord verstaut war, konnte die Fahrt beginnen. 


Um 18.00 Uhr wurden die Leinen gehisst und der Hafen in Richtung Sloten, unserem Reiseziel für den ersten Tag, verlassen. Die Fahrt ging über das Slotermeer, das wir für einige Fahrübungen nutzen, bevor wir gegen 19.30 Uhr außerhalb von Sloten vor Anker gingen. Das Anlegemanöver klappte schon recht gut, war aber auch nicht besonders schwierig, da wir längsseits mit ausreichend Platz anlegen konnten.


Das Wetter meinte es gut mit uns, ca. 20 Grad und trocken, so dass wir einen Spaziergang durch Sloten machen konnten.


Sloten ist ein sehr schönes, kleines, sehenswertes Städtchen. Typische kleine holländische Häuser mit schmalen Gassen, einigen Geschäften und einem kleinen Käselädchen. Da an diesem Tag Fußball angesagt war (Fußballweltmeisterschaft) suchten wir uns ein Lokal, in dem wir nach dem Essen gleich das deutsche Spiel anschauen konnten. Nach einem guten Essen und einem Sieg für die deutsche Mannschaft ging es beschwingt zum Boot zurück, wo wir den Abend mit einer Runde „Carcassonne“ und einem „Wizard“ ausklingen ließen.


Am nächsten Morgen haben wir gegen 10.00 Uhr Sloten verlassen. Die Fahrt ging durch das Brandemar, auf dem Kanal zum Tjeukemeer, vorbei an Echtenerbrug und dann über den Kanal De Kuunder in Richtung Heerenveen. Gegen Mittag fing es leicht zu regnen an.


Nach der Mittagspause, die wir an einem nicht als Anlegestelle gekennzeichneten Platz verbrachten, fuhren wir weiter bis nach Heerenveen. Da wir hier keinen für uns geeigneten Anlegeplatz fanden, ging es direkt weiter bis nach Akkrum. Dort kamen wir gegen 16.00 Uhr bei mittlerweile schönem Wetter an. Unser Anlegeplatz lag außerhalb von Akkrum und kostete uns somit keine Anlegegebühr. Auch Akkrum ist ein schönes Städtchen, bietet aber nichts Besonderes. Einkaufsmöglichkeiten waren vorhanden, so dass wir unseren Vorrat auffüllen konnten. Nach dem Abendessen gingen wir zum Fußballschauen ins Ort; Holland gegen Mexiko 2:1. Anschließend gab es an Bord noch einen Spieleabend, bei dem „Wikinger“, „Las Vegas“ und „Qwixx“ gespielt wurden.   


Am 30.06.2014 wurden wir morgens vom Regen geweckt. Nach einem ausgiebigen Frühstück hörte es wieder auf zu regnen und wir verließen gegen 10.15 Uhr Akkrum in Richtung Grouw.  An Grouw schipperten wir vorbei auf dem Kanal in Richtung Princenhof. Der Princenhof ist ein landschaftlich sehr schönes Gebiet. Die Durchfahrt von ca. einer Stunde lohnt sich. Nach einer Mittagspause auf einer der kleinen Inseln ging es über den Prinses-Margriet-Kanal weiter Richtung Burgum, durch das Burgumer Mar und anschließend auf dem Kanal bis Zwaagwesteinde. Hierbei gab für uns zu beachten, dass wir auf diesem Streckenabschnitt eine feste Brücke von 2,90 m Höhe durchfahren mussten, wir aber nicht die genaue Bootshöhe kannten. Wir hatten uns daher extra in Akkrum einen Zollstock gekauft und die Bootshöhe nachgemessen. Nach unseren Messungen sollte die Bootshöhe ausreichen. Trotzdem war die Durchfahrt für uns ein Highlight auf diesem Streckenabschnitt und wir froh, dass wir die Brücke passieren konnten. Andernfalls hätten wir nämlich zurückfahren und eine andere Strecke nehmen müssen, die unseren Zeitplan ordentlich durcheinandergebracht hätte.
Für diesen Tag haben wir mit unserem Boot in einem kleinen Passantenhaven hinter Zwaagwesteinde angelegt. Nach einem kleinen Rundgang durch die Stadt bei sonnigem aber leicht bewölktem Wetter, ging es wieder aufs Boot zurück. Sehenswürdigkeiten hatte die Stadt nicht zu bieten. Zu unserem Pech hatten an diesem Tag sämtliche Lokale Ruhetag, so dass wir das Deutschlandspiel nicht sehen konnten und per Liveticker auf dem Tablet verfolgen mussten. Nebenbei wurde „Strasbourg“ sowie „Mü und mehr“ gespielt.


Gegen 10.00 Uhr verließen wir am nächsten Tag Zwaagwesteinde in Richtung Dokkum. Auf dem Kanal sind wir bis Langebrug gefahren und dann links nach Dokkum abgebogen. In Dokkum mussten wir dann für 2 Brücken Brückenzoll in Höhe von 5 € bezahlen, bevor wir an einem schönen Anlegeplatz direkt gegenüber einer alten Mühle gegen Mittag unsere Fahrt beendeten. Das Anlegen war auch dieses Mal kein Problem, da die Lücke am Ufer groß genug war.


Bei leicht bewölktem und windigem Wetter machten wir uns zu einer Stadtbesichtigung auf. Dokkum ist ein sehenswertes Städtchen mit einer sehr schönen Altstadt, durch die teilweise kleine Kanäle laufen. Es gibt mehrere Lokalitäten, eine fahrberuhigte Zone mit diversen Geschäften und nicht zu vergessen auch einem guten Eissalon. Allerdings gibt es auch negativ anzumerken, dass die sanitären Anlagen (Dusche und WC) in der Nähe unserer Anlagestelle für eine so saubere und schöne Stadt sehr zu wünschen übrig ließen. Es gab für  Damen und Herren jeweils nur 2 Duschen und WC`s, in einer Dusche gab es nur kaltes Wasser, kaum Ablagemöglichkeiten für die Klamotten und die Decke war mit Schimmel überzogen.
Unser Abendessen haben wir in einem gemütlichen Lokal, in dem wir nebenbei Fußball sehen konnten, eingenommen. Der Abend wurde auf dem Boot bei einer Partie „Dice Town“ und einigen Gläschen Wein beendet.  


Am nächsten Morgen ging es bei trüben und bewölkten Wetter weiter nach Burdaard. Gegen Mittag machten wir in Burdaard halt und konnten uns bei leichtem Sonnenschein das Örtchen anschauen. Nach einem kleinen Spaziergang und einem Besuch im Café ging es weiter Richtung Leeuwarden. Kurz hinter Wyns, einem direkt am Kanal gelegenen, kleinen aber idyllischen Örtchen, machten wir an einer Anlegestelle fest, da wir unser Tagesziel erreicht hatten. Da mittlerweile die Sonne schien und es warm genug war, nutzen 2 Crewmitglieder die Gelegenheit für ein Bad im Kanal. Nach dem Abendessen gab es den üblichen Spieleabend mit einer Partie „Thurn und Taxis“, „Wizard“ sowie „Mü und mehr“.


Am 03.07.2014 ging es gegen 10.30 Uhr bei schönem, aber windigem Wetter von Wyns weiter nach Leeuwarden. Gegen 13.00 Uhr kamen wir dort an und konnten an einer schönen Anlegestelle in der Nähe der Altstadt festmachen. Anschließend machten wir uns zu einem Stadtrundgang auf. Da es mittlerweile richtig schön warm geworden war, konnten wir den Bummel durch die Altstadt richtig genießen. Ferner ergab sich die Möglichkeit, die größte Kirche Leeuwardens, die an sich geschlossen hatte und extra nur für uns kurz geöffnet wurde, zu besichtigen. Eine Besichtigung, die sich gelohnt hat. Zum Abschluss gab es noch ein dickes Eis, bevor wir wieder an Bord gingen.
Gegen 14.00 Uhr fuhren wir weiter und zwar zunächst um Leeuwarden herum in Richtung Warga. Hierbei mussten wir für 3 Brücken 7 € abdrücken. Vor Warga hatten wir die Möglichkeit, dieses Örtchen zu umfahren, oder durch das Ort zu schippern. Auch der Hinweis, dass der Kanal nur eine Breite von 5,50 m hat, schreckte uns nicht ab. Zunächst kamen wir an eine kleine Brücke, die vom Brückenwärter noch per Hand geöffnet wurde. Danach, als wir den Kanal richtig sehen konnten, wurde uns erst bewusst, wir schmal dieser war. Wir mussten unser ganzes Fahrkönnen aufbieten, um diese kurze aber sehenswerte Strecke, zu durchfahren. Dabei hofften wir, dass uns keiner entgegenkommt, da ein Ausweichen unmöglich war. Ein weiteres Highlight auf unserer Tour.
Anschließend ging es auf dem Kanal weiter bis nach Grouw, wo wir gegen 16.30 Uhr ankamen. Hier haben wir im Hafen angelegt. Obwohl wir uns schon die größte Anlegestelle ausgesucht hatten, bereitete das Anlagemanöver einige Schwierigkeiten. Mit vereinten Kräften und dem Einsatz der Taue konnten wir unser Boot letztlich richtig anlegen und befestigen. 


Grouw, das wir von unserer letzten Tour schon kannten, verbreitet durch seine Lage, direkter Zugang zum Prinses-Margriet-Kanal und dem großen Hafen, einen besonderen Charme und ist für mich eines der schönsten Städtchen in dieser Gegend. Bei super Wetter war ein Rundgang durch die Stadt, der Besuch eines Eissalons und anschließen einer der vielen gemütlichen Kneippen, Pflicht. Der Abend wurde bei einem Glas Wein an Bord verbracht und nebenbei „Das große und das kleine A“, „Om nom non“ und „Desperados“ gespielt.


Der 04.07.2014 war wettermäßig der schönste Tag auf unserer Tour. Gegen 10.30 Uhr legten wir in Grouw ab und fuhren Richtung Akkrum. Akkrum umrundeten wir und fuhren Richtung Joure. Dieser Streckenteil war neu für uns und schön zu fahren. In Joure fuhren wir ein kurzes Stück hinein und legten dann bereits vor dem Passantenhaven an. Dies war eine gute Entscheidung, da der Hafen ziemlich voll war. Bei bestem Wetter sind wir nach Joure reingelaufen und haben uns die „Einkaufsmeile“ angeschaut. Nach einem dicken und sehr gutem Eis mussten wir aufbrechen, da wir rechtzeitig zum deutschen Spiel bei le boat anlegen und anschließend noch nach Woudsend ins Lokal wollten. Kurz vor Woudsend wurde noch eine kleine Badepause eingelegt, bevor wir gegen 17.30 Uhr bei le boat im Hafen ankamen und unser Meisterstück vollbrachten, indem wir das Boot rückwärts einparkten. Den Abend verbrachten wir bei einem guten Essen und mit einem Sieg der deutschen Mannschaft im Restaurant „Grand Café Restaurant De Watersport„ in Woudsend. Ein Lokal, dass wir sowohl wegen des guten Essens als auch wegen der schönen Lage wärmstens weiterempfehlen können. Zurück an Bord wurde noch eine kleine Abschiedsfeier veranstaltet und der Abend mit einem „Wizard“ und einem „Desperados“ perfekt abgerundet.


Am nächsten Morgen war frühes Aufstehen angesagt, da wir noch an Bord frühstücken wollten. Nach einem kurzen Frühstück wurde gepackt und das Boot besenrein gesäubert. Kurz nach 9.00 Uhr erfolgten die Bootsübergabe und die Abrechnung der Nebenkosten. Gegen 10.30 Uhr machten wir uns bei schwülem Wetter auf die Heimfahrt. Eine super Bootstour hatte damit sein Ende gefunden; gerne wieder.

 

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