Hausboot Cirrus Leboat

10-jährige Hochzeitsreise mit "Ferien auf dem Wasser" ab Marina Wolfsbruch 28.5. bis 3.6.2005

- Hausbootbericht unserer Kunden Susanne und Heiko Klüver

 

 

Bei bestem Wetter (Sonne, 32°) machten wir uns am 28.05. auf den Weg von Kühren bei Preetz nach Marina Wolfsbruch. Wir waren rechtzeitig losgefahren, was sich schnell auszahlten sollte. Höhe Trittau auf der B404 fing unser Auto an zu klappern. Wir fuhren langsam nach Trittau, und versuchten eine Werkstatt zu finden, leider ohne Erfolg am Samstag Mittag. Also musste für uns das erste Mal der ADAC herhalten. Der kam auch nach einer knappen Stunde und fand den Fehler gleich: Ein Stück Isolierband hatte sich um die Antriebswelle geklebt und schlug gegen die Wärmeleitbleche. Nach dem unplanmäßigen Stopp ging es dann weiter.

Wir erreichten gegen 16.00 Uhr Klein Zerlang und sahen dort schon die ersten Boote in der Schleuse. Im Hafen wurden wir sehr nett in der Rezeption empfangen und die netten Damen waren sehr davon angetan, dass wir über einen Bootsführerschein verfügten, so brauchten wir keine Fahr-Einweisung.

Ein netter Techniker, der sich gerade mit einem Piccolo "gestärkt" hatte, ging mit uns zum Boot und erklärte uns gut gelaunt die Funktionen und Einrichtungen des Bootes. Danach beluden wir das Boot. Da es mittlerweile schon 17.30 Uhr war, beschlossen wir nur noch eine kurze Runde zur Eingewöhnung zu fahren und die Nacht in Marina Wolfsbruch zu verbringen.

Also Motor an, Leinen los und gucken, was passiert. Ich (Heiko) bin bisher nur Sportboote gefahren. Das Hausboot entpuppte sich als träge, aber gutmütig und die Ausfahrt aus dem Hafen klappte auch ohne anzuecken (was anderen gerne passierte J ). Da rechts die Schleuse ist, fuhren wir links Richtung Rheinsberg. Nach einer halben Stunde erreichten wir den Schlabornsee bei Zechiner Hütte. Dort probierte ich ein wenig das Rückwärtsfahren und dann ging es zurück nach Marina Wolfsbruch. Dort legten wir erfolgreich wieder an und gingen schön italienisch Essen und planten dann die Route für den nächsten Tag.

Nach der ersten Nacht an Bord und gut gefrühstückt ging es bei wieder bestem Wetter dann los. Als Ziel hatten wir uns Fürstenberg vorgenommen, also eine lange Strecke.
Raus aus dem Hafen und rechts ab Richtung Schleuse. Dort war dann gleich Pause, die Schleuse war voll und wir warteten, das wir dran kamen. Als die Ampel auf grün schaltete, fuhren wir langsam rein und warteten, was passieren würde.

Da es nur 40cm hoch ging, war es kein Problem und die Fahrt konnte weitergehen. Es folgte eine Fahrt durch die wunderschöne Natur der mecklenburgischen Seenplatte und der Kanäle. Das nächste Etappenziel war die Schleuse von Strasen. Dort mussten wir länger warten, es waren viele Boote vor uns, und von vorne kam ein Berufsschiffer, die vorrangig behandelt werden. Aber man hat es ja nicht eilig, außerdem trifft man ja andere Hausbootfahrer und kommt schnell ins Gespäch. Die Schleuse hatte einen Hub von ca. 1 Meter, das war schon mehr zu merken, aber auch das meisterten wir ohne Probleme. Es ging weiter durch die schöne Natur und wir erreichten den Ellenbogensee und Priepert. Da es nun schon später war als geplant, entschlossen wir uns, als neues Ziel Wesenberg zu nehmen und am nächsten Tag nach Fürstenberg zu fahren. Wir fuhren die Havel hoch bis zur Schleuse Wesenberg, die letzte für heute. Die Schleuse hatten wir für uns alleine und überwanden den Hub von ca. 2 Meter auch ohne Probleme. Dann fuhren wir zum Wasserwanderrastplatz Wesenberg.

Dort machten wir fest und gingen zum Hafenmeisterbüro. Dort bezahlten wir für eine Nacht und bekamen auch Schlüssel für Dusche und Toilette, die sehr sauber waren. Wir gingen dann in Wesenberg spazieren und aßen dann auf dem Marktplatz in einem sehr schönen Restaurant zu Abend. Dann verbrachten wir einen ruhigen Abend und eine ruhige Nacht an Bord.

Am nächsten Morgen regnete und stürmte es. Wir beschlossen, im Hafen zu bleiben und den Tag an Land zu verbringen. Wir gingen in Wesenberg einkaufen und fuhren Nachmittags mit Bus und Bahn nach Neu-Strelitz. Das war auch sehr schön und der Tag war nicht verloren.

Am Dienstag morgen regnete es nicht und der Wind war weniger geworden. Da der Wetterbericht auch nicht sehr positiv klang, entschlossen wir uns, nach Marina Wolfsbruch zurückzufahren und von dort aus Tagestouren zu unternehmen.

Also die Strecke von Sonntag zurück, zweimal fing es an zu regnen, so dass auch der Innensteuerstand ausprobiert wurde. Man kam sich vor wie im Ausflugsdampfer J .

Nach schneller Fahrt zurück (alle Schleusen waren auf und wir brauchten nicht zu warten) legten wir in Marina Wolfsbruch an und dann fing es richtig an zu regnen. Wir beschlossen darauf, mit dem Auto an die Müritz zum gucken zu fahren. Wir fuhren nach Waren, dort regnete es nicht und wir gingen schön spazieren. Abends kehrten wir nach Marina Wolfsbruch zurück und gingen wieder italienisch essen.

Am Mittwoch war das Wetter trocken und wir fuhren nach Rheinsberg. Dort blieben wir über Mittag, guckten uns die Stadt an und kehrten Nachmittags zurück und fuhren dann einkaufen. Am Donnerstag war das Wetter noch besser und wir machten unsere letzte Tour. Wir fuhren über die Schleusen Marina Wolfsbruch, Schleuse Canow und Schleuse Diemitz nach Diemitz und wollten dort anlegen, aber ein Schild verbot uns das. Da es an den Schleusen wieder voller war, kehrten wir um und machten uns auf den Heimweg. Die Natur war auch hier wunderschön. Abends beschlossen wir, unseren Urlaub mit einem Besuch in Berlin zu krönen und das Boot einen Tag früher als geplant abzugeben.

Da es Freitag morgen wieder anfing zu regnen, war der Entschluss sehr gut, wir meldeten uns in der Rezeption und ein Techniker nahm uns das Boot ohne Probleme ab. Wir kaufen dann noch zwei T-Shirts von der Crownblueline als Andenken und fuhren dann nach Berlin. Nach einem schönen Stadtbummel incl. natürlich KaDeWe ging es dann ab nach Hause, wo die Kinder sehnsüchtig auf uns warteten. Die Woche war nämlich unsere 10-jährige Hochzeitsreise und das erste Mal für uns eine Woche ohne Kinder. Oma und Opa hatten sich "geopfert", das nächste Mal nehmen wir sie alle mit, vielleicht schon nächstes Jahr!

Susanne und Heiko Klüver

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