|
|||||||||||
|
Endlich! sollte unser Wunsch aus 2003 in Erfüllung gehen - 3 Wochen Hausbootfahren auf dem Canal du Midi.- eine sehr reizvolle Vorstellung. Durch Fachliteratur über die Kanäle Frankreichs, Canal du Midi - mit dem Hausboot durch Südfrankreich, Bootsferien in Frankreich, Charterwissen für Hausbootfahre reichlich belesen und mit Wasserkarten wie Guide Vagnon, L'Edition du Breil, Binnengewässer Frankreichs bewaffnet ging des dann ab dem 19.03.2005 mit der Espade Concept Fly los Richtung Carcassonne. Nett und hilfsbereit waren die deutschen Kollegen von Nautic, da schwätzt man schon mal über vergangene Hausboottörns und Erfahrungswerte. Unser besonderer Dank gilt aber der Agentur Ferien auf dem Wasser und Frau Bornhoffer, die sich sehr dafür eingesetzt hat, dass wir unsere Bootsreise trotz widrigen privaten Umständen doch noch - wenn auch verzögert - antreten konnten.
Die Vorsaison am Canal du Midi hat ihren speziellen Reiz, alle
Basen - und davon gibt es richtig viele!!! - rüsten für
den Saisonansturm, es wird überall lackiert, renoviert
und repariert. Alles ist noch ruhig und beschaulich, die Schleusenwärter
kommen gern zum schwatzen zum Boot und erkundigen sich nach
dem Befinden. Nicht ohne Stolz hörten wir oft den Ausspruch
- ils sont beau le chiens - schöne Hunde.
Das Wetter war absolut wechselhaft, 5 - 20 ° und wir waren sehr dankbar für die Trumatic -Heizung an Bord. Nach 3 Regentagen in Folge mit 2 langhaarigen "nassen" Hunden unterwegs wird langsam alles klamm. Mit unserem eingepacktem Bootsequipment und Hundezubehör hat die Concept Fly uns gute Dienste geleistet, wir hatten genug Platz und Lagermöglichkeiten auch für die Vorräte und Reiseproviant, Kühltasche, Luxusartikel wie z. b. Hängematte für unterwegs, Musikanlage, Laptop. Durch 2 Steuerstände ist das Boot gut zu handeln, "drinnen" gibt es etwas Probleme mit dem toten Winkel und wir haben einen Rückspiegel vermisst. In Anbetracht der Menge an Booten, die wir am Canal du Midi gesehen haben waren wir sehr erfreut, bereits im März - April unterwegs zu sein, es gab keinen Stau vor den Schleusen und wenig Verkehr. Bei den teilweise mehrstufigen Schleusen/Schleusentreppen sind Bootsneulinge stark gefordert. Obacht, wenn der Wind so richtig weht und das Boot nicht immer in die gewünschte Richtung drückt. Wir haben dann auch verstanden, warum die Charterfirmen einen Selbstbehalt beim Bootsverleih verlangen und konnten unterwegs einige Fender einsammeln. Weiterer Tipp am Rande: Segelhandschuhe einpacken, dann leiden die Finger + Hände beim Tauwerk ziehen nicht so sehr. Sehr schön waren die Treidelpfade mit den riesigen Platanen
und Nadelgehölzen neben dem Canal, Gassi-tauglich für
die Hunde, wunderschöne Weinberge, alles angenehm zum spazieren
gehen.
Trèbes ist ein richtig nettes kleines Dorf, besonders der Muscateur aus dem Weinkeller neben der Anlegestelle und der nette kleine Gemüseladen mit riesigen frischen Frühlingszwiebeln ist empfehlenswert, ebenso La Redorte mit phantastischer Boucherie und Boulangerie/Pâtisserie. Carcassonne ist mit seinen altertümlichen Gebäuden eindrucksvoll wie auch Beziers und seine Schleusentreppe. Auch unterwegs gab es immer wieder ahh's und ohh's wenn wir
schönen umgebauten Frachtkähnen begegnet sind, alte
Häuschen und Anwesen gesehen haben und an den Schleusen
vorbeikamen - auf der anderen Seite gibt es aber auch viele
"Aussteiger" auf dem Wasser.
Je weiter wir auf Bergfahrt waren, desto mehr bekam der Canal du Midi einen Alleencharakter - nur die Platanen waren leider bis zu unserer Abfahrt in Verzug und wollten trotz aller Knospen noch nicht grün werden Danke an Ferien auf dem Wasser, wir freuen uns auf den nächsten
Törn! Entspannung bei "Ferien auf dem Wasser"
|
|||||||||||
|
Hausboot
mieten - zur Startseite
|
|||||||||||