Marina Wolfsbruch

Unser Urlaubsbericht von einer Woche, "Ferien auf dem Wasser"
auf der Cirrus im August 2003


- Bericht von Bert, Elke und Lars Krauß aus Chemnitz


Nach einer normalen Anreise von Chemnitz (Sachsen) nach Kleinzerlang - Marina Wolfsbruch - bei ca. 30°, genossen wir erst mal die ruhige Atmosphäre im Hafen. Die Crown Blue Lines hatte ihr Büro sowieso noch geschlossen - so dass wir uns die Anlage und die liegenden Boote in Ruhe betrachten konnten.

Nach angekündigter Wartezeit und erfolgter Einweisung in die "Geheimnisse der Binnenschifffahrt" nahmen wir unser Schiff "Cirrus" in Beschlag.

Wir freuten uns über die gute Ausstattung des Bootes, verstauten unsere Reiseutensilien und befreundeten uns mit dem Schiff - bis der Techniker kam, der mit uns auch die erste Probefahrt durchführte. Dabei merkten wir, dass das Boot seinen eigenen Charakter hatte, es ließ sich auf keinen Fall lenken, wie ein Auto, aber das Gefühl, dieses Boot zu steuern, wohin wir wollten, verließ uns die ganze folgende Woche nicht mehr.

Wir ankerten am Abend nach einer kurzen Badepause an einer scheinbar ruhigen Naturinsel, wo auch andere Boote bereits waren. Nach dem Abendbrot genossen wir bei hochsommerlichen Temperaturen einen malerischen Sonnenuntergang. Einziges Problem war, dass aus der Belüftung ständig heiße Luft austrat. Als die Suche nach einem Knopf oder ähnlichem endgültig zu scheitern drohte, riefen wir die Service-Hotline an, wie man denn die Heizung abstellen könne. Der Heizungsknopf verbarg sich ungewöhnlicherweise in der Sitzecke am Fenster hinter der Gardine. So lief die Heizung unsere ganze erste Fahrt lang bei ca. 30° Außentemperatur munter auf der höchsten Stufe... Nach der unproblematischen telefonischen Hilfe wurde der Abend für uns dann nicht mehr all zu lang. Der Wellenschlag und der Mondschein gestalteten unsere erste Nacht an Bord jedoch unruhig.

Am nächsten Morgen (Sonntag) brachen wir nach dem Frühstück auf zu Schloss Rheinsberg. Vom Wasser aus sehr schön anzusehen, aber wir wollten weiterfahren in Richtung erste Schleuse - Marina Wolfsbruch - mit kurzem Halt im Hafen. Sonntags war sehr viel Betrieb, auch Paddler kreuzten unseren Weg - wir waren froh, die erste Schleuse hinter uns zu haben und ankerten in einer ruhigen Bucht nahe eines Seerosen- und Schilfgürtels am Ufer. Wir badeten, fühlten uns wohl an Bord und ließen den Mond mit uns schlafen.


Am nächsten Tag starteten wir in Richtung Priepert (Weg Fürstenberg), Trinkwasser auffüllen, dann ging's weiter nach Kiosk-Einkauf und Mittag-Essen.

An den weiteren Tagen genossen wir die Umgebung, die Vorzüge des Bootes und nicht zu vergessen, das Wetter, dass man leider nicht buchen kann.

Einziger Makel war die fehlende Badeleiter. Einmal in die Fluten gesprungen, gestaltete es sich zum Kraftakt, an Bord zu gelangen und ließ die Badefreuden schnell vergessen. Die Cirrus scheint auch die einzige Bootserie ohne Badeleiter zu sein, denn alle anderen Freizeitkapitäne nebst Mannschaft waren mit leichter sportlicher Beherztheit wieder an Bord dank dieses Hilfsmittels.

Im Gegensatz dazu feierte der an Bord befindliche Sonnenschirm mit uns bestimmt die nächste einsatzlose Tour, da er selbst bei nahezu totaler Windstille bei Zeiten dem Kapitän im Kreuz landete.

Ansonsten war einfach alles Klasse: die Reiseroute haben wir nach unseren Bedürfnissen selber festgelegt - Kartenmaterial bekamen wir ja.

Als Anfänger waren wir über wenig Schleusen dankbar, das Wetter gestaltete sich zum Badeurlaub, so dass wir am Tag ca. 3 Std. gefahren sind, plus Schleusenaufenthalte.

Das (vorerst) letzte Anlegen am Samstag mit unserer Cirrus gestaltete sich so, als wäre es für unseren Kapitän nie eine Herausforderung gewesen.

 

PS:
Wir sind bis jetzt Ski-Freizeit-Sportler und Gärtner auf unserem Grundstück. Nun haben wir die Leidenschaft entdeckt, ein Boot zu steuern, Landschaften damit zu erkunden und den Alltag zu vergessen... - das war bestimmt nicht unsere letzte Tour!!!


Viele Grüße von den Schiffern

Bert, Elke und Lars Krauß aus Chemnitz

 

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