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Bei bestem Wetter (Sonne, 32°) machten wir uns am 28.05.
auf den Weg von Kühren bei Preetz nach Marina Wolfsbruch.
Wir waren rechtzeitig losgefahren, was sich schnell auszahlten
sollte. Höhe Trittau auf der B404 fing unser Auto an zu
klappern. Wir fuhren langsam nach Trittau, und versuchten eine
Werkstatt zu finden, leider ohne Erfolg am Samstag Mittag. Also
musste für uns das erste Mal der ADAC herhalten. Der kam
auch nach einer knappen Stunde und fand den Fehler gleich: Ein
Stück Isolierband hatte sich um die Antriebswelle geklebt
und schlug gegen die Wärmeleitbleche. Nach dem unplanmäßigen
Stopp ging es dann weiter.
Wir erreichten gegen 16.00 Uhr Klein Zerlang und sahen dort
schon die ersten Boote in der Schleuse. Im Hafen wurden wir
sehr nett in der Rezeption empfangen und die netten Damen waren
sehr davon angetan, dass wir über einen Bootsführerschein
verfügten, so brauchten wir keine Fahr-Einweisung.
Ein netter Techniker, der sich gerade mit einem Piccolo "gestärkt"
hatte, ging mit uns zum Boot und erklärte uns gut gelaunt
die Funktionen und Einrichtungen des Bootes. Danach beluden
wir das Boot. Da es mittlerweile schon 17.30 Uhr war, beschlossen
wir nur noch eine kurze Runde zur Eingewöhnung zu fahren
und die Nacht in Marina Wolfsbruch zu verbringen.
Also Motor an, Leinen los und gucken, was passiert. Ich (Heiko)
bin bisher nur Sportboote gefahren. Das Hausboot entpuppte sich
als träge, aber gutmütig und die Ausfahrt aus dem
Hafen klappte auch ohne anzuecken (was anderen gerne passierte
J ). Da rechts die Schleuse ist, fuhren wir links Richtung Rheinsberg.
Nach einer halben Stunde erreichten wir den Schlabornsee bei
Zechiner Hütte. Dort probierte ich ein wenig das Rückwärtsfahren
und dann ging es zurück nach Marina Wolfsbruch. Dort legten
wir erfolgreich wieder an und gingen schön italienisch
Essen und planten dann die Route für den nächsten
Tag.
Nach der ersten Nacht an Bord und gut gefrühstückt
ging es bei wieder bestem Wetter dann los. Als Ziel hatten wir
uns Fürstenberg vorgenommen, also eine lange Strecke.
Raus aus dem Hafen und rechts ab Richtung Schleuse. Dort war
dann gleich Pause, die Schleuse war voll und wir warteten, das
wir dran kamen. Als die Ampel auf grün schaltete, fuhren
wir langsam rein und warteten, was passieren würde.
Vor der Schleuse Wolfsbruch
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Da es nur 40cm hoch ging, war es kein Problem und die Fahrt
konnte weitergehen. Es folgte eine Fahrt durch die wunderschöne
Natur der mecklenburgischen Seenplatte und der Kanäle.
Das nächste Etappenziel war die Schleuse von Strasen. Dort
mussten wir länger warten, es waren viele Boote vor uns,
und von vorne kam ein Berufsschiffer, die vorrangig behandelt
werden. Aber man hat es ja nicht eilig, außerdem trifft
man ja andere Hausbootfahrer und kommt schnell ins Gespäch.
Die Schleuse hatte einen Hub von ca. 1 Meter, das war schon
mehr zu merken, aber auch das meisterten wir ohne Probleme.
Es ging weiter durch die schöne Natur und wir erreichten
den Ellenbogensee und Priepert. Da es nun schon später
war als geplant, entschlossen wir uns, als neues Ziel Wesenberg
zu nehmen und am nächsten Tag nach Fürstenberg zu
fahren. Wir fuhren die Havel hoch bis zur Schleuse Wesenberg,
die letzte für heute. Die Schleuse hatten wir für
uns alleine und überwanden den Hub von ca. 2 Meter auch
ohne Probleme. Dann fuhren wir zum Wasserwanderrastplatz Wesenberg.
Wasserwanderrastplatz Wesenberg
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Dort machten wir fest und gingen zum Hafenmeisterbüro.
Dort bezahlten wir für eine Nacht und bekamen auch Schlüssel
für Dusche und Toilette, die sehr sauber waren. Wir gingen
dann in Wesenberg spazieren und aßen dann auf dem Marktplatz
in einem sehr schönen Restaurant zu Abend. Dann verbrachten
wir einen ruhigen Abend und eine ruhige Nacht an Bord.
Am nächsten Morgen regnete und stürmte es. Wir beschlossen,
im Hafen zu bleiben und den Tag an Land zu verbringen. Wir gingen
in Wesenberg einkaufen und fuhren Nachmittags mit Bus und Bahn
nach Neu-Strelitz. Das war auch sehr schön und der Tag
war nicht verloren.
Am Dienstag morgen regnete es nicht und der Wind war weniger
geworden. Da der Wetterbericht auch nicht sehr positiv klang,
entschlossen wir uns, nach Marina Wolfsbruch zurückzufahren
und von dort aus Tagestouren zu unternehmen.
Warten auf Schleusenöffung
- Schleuse Wolfsbruch
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Also die Strecke von Sonntag zurück, zweimal fing es an
zu regnen, so dass auch der Innensteuerstand ausprobiert wurde.
Man kam sich vor wie im Ausflugsdampfer J .
Nach schneller Fahrt zurück (alle Schleusen waren auf und
wir brauchten nicht zu warten) legten wir in Marina Wolfsbruch
an und dann fing es richtig an zu regnen. Wir beschlossen darauf,
mit dem Auto an die Müritz zum gucken zu fahren. Wir fuhren
nach Waren, dort regnete es nicht und wir gingen schön
spazieren. Abends kehrten wir nach Marina Wolfsbruch zurück
und gingen wieder italienisch essen.
Am Mittwoch war das Wetter trocken und wir fuhren nach Rheinsberg.
Dort blieben wir über Mittag, guckten uns die Stadt an
und kehrten Nachmittags zurück und fuhren dann einkaufen.
Am Donnerstag war das Wetter noch besser und wir machten unsere
letzte Tour. Wir fuhren über die Schleusen Marina Wolfsbruch,
Schleuse Canow und Schleuse Diemitz nach Diemitz und wollten
dort anlegen, aber ein Schild verbot uns das. Da es an den Schleusen
wieder voller war, kehrten wir um und machten uns auf den Heimweg.
Die Natur war auch hier wunderschön. Abends beschlossen
wir, unseren Urlaub mit einem Besuch in Berlin zu krönen
und das Boot einen Tag früher als geplant abzugeben.
Vor der Schleuse Diemitz
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Da es Freitag morgen wieder anfing zu regnen, war der Entschluss
sehr gut, wir meldeten uns in der Rezeption und ein Techniker
nahm uns das Boot ohne Probleme ab. Wir kaufen dann noch zwei
T-Shirts von der Crownblueline als Andenken und fuhren dann
nach Berlin. Nach einem schönen Stadtbummel incl. natürlich
KaDeWe ging es dann ab nach Hause, wo die Kinder sehnsüchtig
auf uns warteten. Die Woche war nämlich unsere 10-jährige
Hochzeitsreise und das erste Mal für uns eine Woche ohne
Kinder. Oma und Opa hatten sich "geopfert", das nächste
Mal nehmen wir sie alle mit, vielleicht schon nächstes
Jahr!
Susanne und Heiko Klüver
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