Penichette Canal du Midi

Bootsurlaub mit "Ferien auf dem Wasser" und "Locaboat Holidays" ab Argens nach Lattes mit der Penichette

Hausbootbericht unseres Kunden Peter Fischer

Schon Wochen vorher freuten wir uns auf den bevorstehenden Urlaub. Da niemand von uns schon einmal ein motorisiertes Boot gesteuert hatte, geschweige denn ein Boot mit 11,60 m Länge und 3,85 m Breite, stieg die Spannung täglich.

So starteten wir am 11.07. auf die 1240 km lange Anfahrt Richtung Frankreich. Wir, das bin ich, meine Frau und eine Freundin von uns. Bei nassem und kühlem Wetter fuhren wir los. Am Gardasee zeigte das Thermometer bereits 25 Grad, die auch während unseres ganzen 14-tägigen Urlaubs nicht mehr unterschritten wurden - also Sonne pur.

Am Montag abend, es war der 12.07., übernahmen wir unsere "Penichette 1160 Flying Bridge". Wir waren begeistert von dem schönen Boot und dessen Raumangebot. Nach den Formalitäten und einer kurzen technischen Einweisung mit Probefahrt wurden wir auf die Kanäle Südfrankreichs losgelassen.

Nach knapp einem Kilometer standen wir plötzlich nach einer Biegung vor der ersten Schleuse, in der bereits ein weiteres Boot wartete. Nach dem ersten Schreck haben wir, ein unerfahrener Kapitän und eine unerfahrene Crew, die Schleuse jedoch ohne Probleme passiert.

Zügig ging´s den "Canal du Rhone a Sete" entlang, so dass wir bereits am frühen Abend den "Etang de Thau" erreichten. Der relativ starke Wind und die Schaumkronen auf den Wellen veranlassten uns, die ca. 2-stündige Überfahrt auf den nächsten Morgen zu verschieben. Da wir nach dem Wenden einige entgegenkommende Boote passieren lassen mussten, machten wir Bekanntschaft mit dem nicht zu unterschätzenden Wind, der uns an das Ufer trieb. Mit vereinten Kräften kämpften wir eine halbe Stunde lang, um gegen den Wind wieder vom Ufer wegzukommen. Immer wieder drückte uns der Wind zurück. Nachdem wir es schließlich doch geschafft hatten, waren wir um eine Erfahrung reicher.

Die Überfahrt des "Etang de Thau" am nächsten Morgen verlief problemlos.
Die nächste Herausforderung wartete in Agde auf uns. Viele Freizeitkapitäne mühten sich redlich, aus dem Rundbecken der Schleuse wieder gerade herauszukommen.
In Agde beobachteten wir das Treiben am französischen Nationalfeiertag und besuchten den großen und schönen Markt am nächsten Morgen.
Nachdem wir am Vorabend alles genau beobachtet hatten, klappte die Passage der Schleuse zwar nicht so, wie geplant, aber ohne nennenswerte Probleme.

Während der Weiterfahrt stellten wir fest, dass die Warmwasseraufbereitung unseres Bootes nicht mehr funktionierte. Nach einem Anruf in der Basis von Lattes wurde ein Termin mit einem Techniker vereinbart, der sich umgehend mit uns am Kanal traf und den Ausfall behob.
An dieser Stelle ist ein Lob an das Personal von Locaboat angebracht, das stets freundlich und hilfsbereit war.

Besonders angenehm während unseres Urlaubes empfanden wir, dass wir überall, wo die Breite des Kanals es zuließ, anlegen konnten. So verankerten wir unser Boot ca. 6 km vor Beziers, sattelten unsere Mietfahrräder und erkundeten Beziers. Als wir die Schleusentreppe von Fonserannes sahen, stieg die Nervosität des Kapitäns (und auch der Crew).
Aber auch diese Herausforderung meisterten wir (auch unter Mithilfe einiger begeisterter Zuschauer) mit Bravour, so dass wir beim Herausfahren aus der letzten Schleuse vom Publikum sogar Applaus bekamen.

Die restlichen Tage unserer Hausbootfahrt verliefen weniger spektkulär und wir genossen das gemächliche Dahingleiten auf dem Kanal und die Sonne an Deck unseres wunderschönen Bootes, immer wieder unterbrochen von der ein oder anderen Schleuse. Die Zeit verging leider viel zu schnell und wir wären gerne bis zum Atlantik weitergefahren.
Mit Wehmut im Herzen trennten wir uns am Freitag, es war der 23.07.2004, von unserer Penichette und traten die Heimreise an.

Alle drei sind wir uns einig, wieder einmal einen Hausbooturlaub zu machen. Eigentlich freuen wir uns schon jetzt darauf.

Der begeisterte Urlaubskapitän

Peter Fischer

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