Bootsurlaub mit "Ferien auf dem Wasser" und "France Passion Plaisance" ab Meaux in der Champagne (September 2004)

- Hausbootbericht unseres Kunden Helmut Dreiss

   




Nachdem ich im Dezember 2003 meinen Sportbootführerschein für Binnen und See erfolgreich bestanden habe, kam große Freude auf bei den Geschwistern Bless. Nun wurden Pläne geschmiedet einmal eine Hausbootfahrt gemeinsam mit den Ehepartner zu unternehmen.

Mit der freundlichen und fachkundigen Unterstützung von Frau Bornhoffer von der Agentur "Ferien auf dem Wasser" in Bad Dürrheim, haben wir uns für die Marne in Frankreich entschieden. Ausgewählt haben wir die Strecke von Meaux nach Epernay in der Champagne und wieder zurück zum Ausgangshafen. Dies ist eine Strecke von ca. 270 km mit 22 Schleusen. Diese Entscheidung war richtig, denn der Fluß ist absolut ideal für Anfänger, da wenig Strömung und wenig Berufsschiffer.

Am 4.9.2004 haben wir uns in Lorsch Bergstraße um 7.30 Uhr getroffen. Das Gepäck inklusive Klapprad wurde von 4 Autos in 2 PKW-Kombis umgeladen und ab ging es auf die Autobahn in Richtung Saarbrücken. Hier war die erste Kaffepause und weiter ging es auf der Mautstrecke nach Meaux (10 km vor Disneyland Paris) unserem Ziel entgegen.

Eine weitere Kaffeepause mit einem Fahrerwechsen machten wir nochmals ca. 220 km for Meaux. Kein Stau und kein Streß gab es auf der gesamten Strecke von ca. 500 km auf der Autobahn. So kamen wir gegen 15 Uhr putzmunter und ausgeruht in Meaux an.

Nachdem die Formalitäten erledigt und die Kaution bezahlt war, konnten wir uns auf dem Boot in Ruhe einrichten. Es war eine Tarpon 42 mit dem Namen "Scorpion" (12,93 m lang, 4,20 m breit). Ein ideales Hausboot für unsere 8-köpfige Crew, da es für 10-12 Personen zugelassen ist. Also viel Platz und viel Komfort für uns.



Die Tarpon 42

 

Nach der freundlichen Einweisung an Bord durch einen jungen Mann, der uns alles Notwendige erklärte, haben wir gegen 17 Uhr abgelegt. Da ich einen SBF Binnen und See habe, wurde kein Ab- und Anlegemanöver durchgeführt. Interessierte, die keinen Sportbootführerschein besitzen, sollten jedoch unbedingt auf Ab- und Anlegemanöver, sowie Aufstoppen des Bootes, bestehen. Ein Boot ist kein Auto. Nach dem erfolgreichen Ablegen habe ich nun versucht das Boot aufzustoppfen. Es ging ohne Probleme. Also war mein etwas mulmiges Gefühl vorbei, denn die nächste Schleuse kommt bestimmt.

Nach etwa einer Stunde Fahrt haben wir angelegt und die erste Nacht verbracht. Noch 2 weitere Boote hatten hier festgemacht.



Unsere Scorpion an der Anlegestelle

 

Am Sonntag (5.9.2004) ging es dann auf die erste größere Etappe und nach 3 Tagen kamen wir am Dienstag gegen 17.30 Uhr in Epernay an. Eine wunderschöne Stadt, die eine Besichtigung wert ist. Dort haben wir am Yacht- und Tennisclub angelegt. Eine kleine Liegegebührt mußte hier entrichtet werden, dafür gab es einen Begrüßungsdrink gratis. Sonst mußten keine Liegekosten bezahlt werden, auch Wasser zum Kochen, Duschen etc. sowie Strom war kostenlos.



Die wunderschöne Marne

 

Mittwoch ging es wieder zurück nach Meaux, wo wir Samstags gegen 9 Uhr pünktlich angekommen sind. Wir hätten es am Freitagabend noch geschafft, aber das wollten wir nicht.

Es war eine wunderschöne Reise, der Fluß ist mit seinen Windungen naturbelassen und die Ufer dicht bewachsen. Die Landschaft in der Chamagne ist wunderschön mit vielen Weinbergen. Die meisten Schleusen waren mit Fernbedienung vom Boot aus zu bedienen. Einfach praktisch und problemlos von Jedermann zu handhaben.

Die Strecke Meaux nach Epernay und zurück kann ich nur empfehlen, wie gesagt ideal für Anfänger.

Helmut Dreiss - Schiffsführer und Freizeitkapitän

 
 
 
 
 
   
   
 




 

 

 
 
 

 








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